Karriereplattform für Neurowissenschaftlerinnen gestartet24. April 2019 Foto: © SFIO CRACHO – Fotolia.com An der Ruhr-Universität Bochum (RUB) ist ein weltweites Netzwerk für Forscherinnen in der Neurowissenschaft gestartet. Die digitale Plattform “Neuronexxt – Network for Women in Neuroscience” will Frauen in diesem Forschungsbereich sichtbarer machen und soll als Tool bei der Suche nach Expertinnen für neurowissenschaftliche Themen dienen. “Wir möchten, dass Neuronexxt ein wertvolles Instrument für alle bietet, die Neurowissenschaftlerinnen im Rahmen von Berufungsverfahren, auf der Suche nach Sprecherinnen für Konferenzen oder nach Kooperationspartnerinnen finden und sich mit ihnen vernetzen möchten”, sagte die Gründerin der Plattform, Prof. Denise Manahan-Vaughan bei der Auftaktveranstaltung des Netzwerks Anfang April in Bochum. Die Leiterin der RUB-Abteilung für Neurophysiologie brachte die Initiative im Rahmen des Sonderforschungsbereichs (SFB) 874 auf den Weg. “Frauen sind in vielen Bereichen der Wissenschaft immer noch unterrepräsentiert, so auch in den Neurowissenschaften”, erklärt Manahan-Vaughan. “Je weiter man die wissenschaftliche Karriereleiter emporschaut, desto geringer wird der Anteil der Stellen, die mit Frauen besetzt sind.” Schuld daran sei unter anderem die geringe Sichtbarkeit der Forscherinnen. Neuronexxt richtet sich an Frauen in allen Phasen ihrer Karriere: Von Postdoktorandinnen bis zu erfahrenen Wissenschaftlerinnen können alle ihre Qualifikationen, Kompetenzen und Forschungsschwerpunkte in dem System präsentieren. Wer zum Beispiel eine Professur oder eine andere Stelle zu besetzen hat, eine Kooperationspartnerin beziehungsweise eine Sprecherin für eine Konferenz sucht oder lediglich Fachkolleginnen kennerlernen möchte, kann das Netzwerk zur Recherche nutzen. “Mithilfe von Neuronexxt möchten wir Gleichstellungsmaßnahmen fördern und Forscherinnen dabei unterstützen, auf das höchste wissenschaftliche Niveau zu gelangen”, resümierte Dr. Sabine Dannenberg, Koordinatorin des SFB 874. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert den SFB 874 “Integration und Repräsentation sensorischer Prozesse” seit 2010 an der RUB. Die Forscherinnen und Forscher im SFB beschäftigen sich mit der Frage, wie sensorische Signale neuronale Karten generieren und wie daraus komplexes Verhalten und Gedächtnisbildung resultieren. Der Aufbau von Neuronexxt wurde mit Gleichstellungsmitteln der RUB finanziert.
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