Industrie-Information Kinder auf Reisen – was ist zu beachten?24. Juni 2026 Kinder, die nach dem von der STIKO empfohlenen Kalender vollständig geimpft sind, haben auch auf Reisen kaum schwerwiegende Infektionserkrankungen zu befürchten. Je nach Reiseziel können aber noch weitere Immunisierungen sinnvoll sein. (Foto: © Tomsickova – stock.adobe.com) Auf dem Kinder- und Jugendärztetages des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzt*innen in Mannheim gab Prof. Markus Rose vom Olgahospital Stuttgart einen Überblock, welche Impfungen vor (Fern-)Reisen zu empfehlen sind. Kinder, die nach dem von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlenen Kalender vollständig geimpft sind, haben auch auf (Fern)-Reisen kaum etwas zu befürchten, was schwerwiegende Infektionskrankheiten angeht. Das betonte Prof. Markus Rose vom Olgahospital Stuttgart in einem Symposium von Bavarian Nordic im Rahmen des Kinder- und Jugendärztetages des BVKJ in Mannheim. Zusätzliche Aufmerksamkeit verlange allerdings der Schutz vor FSME, die der pädiatrische Pneumologe, Allergologe und Infektiologe aufgrund der mittlerweile obsoleten Saisonalität besser als „Zecken übertragbare Enzephalitis“ bezeichnet haben wollte. Neben der Impfung gegen das Hepatitis-A-Virus (HAV) als Standard-Reiseimpfung auch in benachbarte Ziele jenseits der Alpen und der Oder erinnerte er auch an die Influenza-Impfung – insbesondere bei Fernreisen in die südliche Hemisphäre. Die hexavalente Impfung im Säuglingsalter decke neben den wichtigsten Krankheitserregern hierzulande auch Polio und Hepatitis B als reisemedizinisch relevante Gefährdungen ab. Und mit der MMR-Impfung sei auch der Masernschutz in Reisezielen wie den USA gesichert. Neben dem breit angelegten Schutz vor Pneumokokken sei durch den STIKO-Impfkalender inzwischen auch der Schutz vor Meningokokken B (MenB) gewährleistet. In Erwägung ziehen sollte man aber die zusätzliche Impfung gegen MenACWY, wenn bestimmte Reiseziele, etwa in arabische Länder, angesteuert würden. Number needed to vaccinate und Gefährdungspotenzial als Maßstab In diesem Zusammenhang plädierte Rose dafür, den Aufwand an Impfungen ins Verhältnis zur Anzahl der klinischen Ereignisse zu setzen, die damit erwartungsgemäß verhindert werden können. Bei Influenza falle diese Größe als „number needed to vaccinate (NNV)“ in Höhe von 100 ausgesprochen gut aus. Unabhängig von diesem Maßstab sollte jedoch auch das besondere Gefährdungspotenzial der jeweiligen Infektionskrankheiten berücksichtigt werden. Das gelte insbesondere für Erkrankungen wie Tollwut, die – abhängig vom Reisestil – insgesamt sehr selten auftreten, aber so gut wie immer einen letalen Ausgang nehmen, weshalb eine vorbeugende Impfung vor Reisen in Risikogebiete zum Beispiel mit Rabipur® dringend zu empfehlen sei. Ähnliches gelte für die FSME-Prophylaxe, die – unabhängig vom Wohnort – allen angeraten werden sollte, die sich auch nur zeitweise in Risikogebieten aufhalten – sei es im Urlaub oder auch nur zum Besuch von Freunden und Verwandten. Die FSME-Impfung mit Encepur® Kinder biete im Schnell-Schema bereits nach zwei Dosen einen 80-prozentigen Schutz, der nach dritter Dosis weiter steigt, um langfristige Sicherheit und auch eine Protektion gegenüber dem gefürchteten Long-FSME-Syndrom zu gewährleisten. (Martin Wiehl)
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