KISK: Mehr Cybersicherheit in Krankenhäusern7. August 2024 Symbolbild.© wladimir1804 ´-stock.adobe.com Unter Leitung der Universität Göttingen entsteht zusammen mit der Universitätsmedizin Göttingen, der Universität Hohenheim und zahlreichen deutschen Krankenhäusern ein mitarbeiterorientiertes Konzept für mehr Cybersicherheit in Krankenhäusern. In einer zunehmend digitalisierten Welt stellen Cyberangriffe auf Krankenhäuser eine Gefahr für die Datensicherheit und Gesundheitsversorgung in deutschen Kliniken dar. Dabei sind oft menschliche Fehler das zentrale Einfallstor. Das Verbundprojekt „KISK: Kompetenzorientierte und stellenspezifische IT-Sicherheit für Mitarbeiter in Krankenhäusern“ hat zum Ziel, einen bewussteren Umgang mit Technologien im Kontext kritischer Infrastrukturen zu erreichen und die Krankenhausmitarbeiter auf die Abwehr von Cyberangriffen vorzubereiten. „Das Projekt konzentriert sich darauf, maßgeschneiderte Trainingsprogramme zu entwickeln, die den spezifischen Anforderungen und Aufgaben der verschiedenen Mitarbeitergruppen im Krankenhaus gerecht werden“, erläutert Projektleiterin Dr. Kristin Masuch von der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Göttingen. Um den Erfolg der Trainingsprogramme objektiv bewerten zu können, entwickeln die Projektpartner gleichzeitig Instrumente, mit denen sich die Kompetenz der Beschäftigten im Hinblick auf IT-Sicherheit anonymisiert messen lässt. „Indem unsere Trainings genau auf die Bedürfnisse und Aufgaben der jeweiligen Gruppen zugeschnitten sind, vermeiden wir, dass irrelevante Inhalte vermittelt werden“, so Masuch. „Dies erhöht nicht nur die Effektivität des Trainings, sondern sorgt auch für eine höhere Akzeptanz und Motivation bei den Teilnehmenden. Zudem kann durch maßgeschneiderte Programme der Trainingsaufwand minimiert und die wertvolle Arbeitszeit des Personals geschont werden.“ Die Bedeutung solcher Maßnahmen wird auch durch die EU-Richtlinie NIS2 unterstrichen, die verstärkte Sicherheitsanforderungen an kritische Infrastrukturen wie Krankenhäuser stellt. KISK wird noch bis November 2024 vom Bundesgesundheitsministerium gefördert.
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