Kleinere Volumina des Hippocampus bei dauerhafter Hämodialyse

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Es besteht die Annahme, dass bei Hämodialysepatienten Veränderungen im Hippocampus zu kognitiven Beeinträchtigungen führen. Es könnte sein, dass spezifische Veränderungen des Volumens der Unterstrukturen dazu führen. Mit dieser These beschäftigten sich nun chinesische Wissenschaftler.

Die Forscher untersuchten 36 Dialysepatienten und 25 gesunde Kontrollpersonen, von denen sie hochauflösende T1-gewichtete MRT-Strukturbilder auswerteten.

Dialysepatienten hatten kleinere Volumina im bilateralen Hippocampus (p<0,05), Ammonshorn, Körnerzelllband (Stratum granulare) und Molekularschicht (Stratum moleculare) des Gyrus dentatus und Hippocampus-Amygdala-Übergangsbereichs als gesunde Kontrollen (p<0,05).

Sie hatten auch geringere Volumina im linken hinteren Hippocampusabschnitt (Hippocampusschwanz) und in der rechten Fimbria hippocampi als gesunde Kontrollpersonen (p<0,05). Die Volumina der Hippocampus-Unterstrukturen waren mit neuropsychologischen Testergebnissen, der Dauer der Nierenerkrankung und dem Hämoglobinspiegel assoziiert.

Fazit
Die Forscher fanden bei Dialysepatienten kleinere Volumina der Hippocampusunterstrukturen, welche mit kognitiven Beeinträchtigungen einhergehen und womöglich zu Gedächtnisstörungen führen. (jh)

Autoren: Chen HJ et al.
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Studie: Hippocampal subfield morphology in regular hemodialysis patients
Quelle: Nephrol Dial Transplant 2023;38(4):992–1001.
Web: https://doi.org/10.1093/ndt/gfac263