Klimawandel: Auswirkungen auf saisonale Allergien29. April 2025 Foto: Wolfilser/stock.adobe.com Eine aktuelle Übersichtsarbeit zeigt, dass die Auswirkungen des Klimawandels auf die Pollensaison und die Pollenkonzentration zur Zunahme der allergischen Rhinitis beitragen. Bei der Bewertung von insgesamt 502 Forschungsarbeiten, die zwischen 2000 und 2023 veröffentlicht wurden, identifizierten die Forschenden 30 Studien, die über den aktuellen epidemiologischen Stand der allergischen Rhinitis berichteten, mit dem Klimawandel assoziierte Faktoren beschrieben und beobachteten, wie sich die globale Erwärmung auf Pollensaison und Allergiesymptome auswirkt. Sechzehn Studien berichteten über längere Pollensaisons und/oder höhere Pollenkonzentrationen im Zusammenhang mit dem Klimawandel. So wird beispielsweise prognostiziert, dass die Gesamtpollenemissionen in den USA bis zum Ende des Jahrhunderts um 16 bis 40 Prozent zunehmen und sich die Pollensaison um 19 Tage verlängern wird. Vier Studien berichteten über einen Anstieg der Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen im Zusammenhang mit allergischer Rhinitis, insbesondere bei Personen mit niedrigem Einkommen. Aus zwei Studien geht hervor, dass sich die Angehörigen der Gesundheitsberufe mehr Aufklärung über den Klimawandel wünschen. „Ärzte sind in einer einzigartigen Position, um die Auswirkungen der allergischen Rhinitis auf die Patienten zu beobachten und können sich anpassen, wenn sich der Klimawandel verstärkt“, sagte die korrespondierende Autorin Alisha R. Pershad, BS, Medizinstudentin der George Washington University School of Medicine and Health Sciences. „Als vertrauenswürdige Stimmen in der Gemeinschaft sollten sie ihre Erfahrungen an vorderster Front nutzen, um sich für sinnvolle Veränderungen bei der Bewältigung der Klimakrise einzusetzen.“ Als Vorteil ihrer Studie sehen die Autoren die globale Relevanz: Internationale Studien zu gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels seien stark vertreten. Einschränkend gibt das Team aber zu bedenken, dass die Mehrzahl der Studien aus Industrieländern stammt. Hingewiesen wird auch auf einen Auswahl-Bias, denn es sei davon auszugehen, dass Studienergebnisse, die keinen Zusammenhang zwischen Klimawandel und allergischer Rhinitis herstellen können, seltener veröffentlicht werden.
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