Knochenerkrankungen: Welche 25(OH)D-Werte sind Anzeichen?

Vitamin D
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Vitamin-D-Insuffizienz und -Defizienz sind definiert als 25-Hydroxy-Vitamin D [25(OH)D]-Werte im Serum < 75 und < 30 nmol/l. Australische Wissenschaftler untersuchten, ob diese Werte Anzeichen für Hypokalziämie und Hypophosphatämie, sekundären Hyperparathyreoidismus, hohes Knochen-Remodeling, geringe Flächenknochendichte (aBMD), mikrostrukturelle Verschlechterung oder reduzierte Matrixmineralisierungsdichte (MMD) darstellen und so zeigen, ob eine Knochenbrüchigkeit vorliegt.

Bei 11.855 Probanden bestimmten sie die Konzentrationen von 25(OH)D, Kalzium, Phosphat, Kreatinin und Parathormon. In einer Untergruppe von 150 Probanden ermittelten sie zudem CTX, P1NP, die aBMD, die Mikrostruktur im distalen Radius und die MMD. Ein Breakpoint für Kalzium, Parathormon (PTH) und alkalische Phosphatase (ALP) wurde bei einer 25(OH)D-Schwelle < 30 nmol/l identifiziert.

Es gab kein Plateau bei Konzentrationen über 75 nmol/l. In der Untergruppe mit Messungen der Knochenmorphologie waren keine Assoiziationen nachweisbar zwischen der 25(OH)D-Konzentration im Serumn, der aBMD, der trabekulären Dichte, der kortikalen Porosität oder der MMD. Von 1439 Teilnehmern mit 25(OH)D-Konzentrationen < 30 nmol/L hatten 6,1 % niedrige Kalzium- und 3,4 % niedrige Phosphatwerte. Bei 6,1 % war der ALP- und bei 34,2 % der PTH-Wert erhöht.

Die Mehrzahl der Probanden wies keine Anomalien auf. Die Autoren schlussfolgern, dass bei einem Schwellenwert ≤ 30 nmol/l 25(OH)D Anomalien biochemischer Eigenschaften für die Vorstellung sprechen, dass ein defizienter Zustand für eine Knochenerkrankung prädisponiert. Doch es fänden sich keine schädlichen Effekte bei Personen mit einem insuffizienten Schwellenwert von 30–75 nmol/l 25(OH)D, was gegen die Supplementierung bei diesen Menschen spreche.

Autoren: Shah S et al.
Korrespondenz: Department of Endocrinology, Austin Health, University of Melbourne, Melbourne, Australien
Studie: Serum 25-Hydroxyvitamin D Insufficiency in Search of a Bone Disease
Quelle: J Clin Endocrinol Metab. 2017 Jul; 102(7):2321–2328.
Web: academic.oup.com/jcem

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