Kommunikationswege von Hirnarealen in der frühen Entwicklung12. April 2018 Foto: © Sebastian Kaulitzki – Fotolia.com Eine Forschergruppe des Instituts für Neuroanatomie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) hat herausgefunden, wie Hirnareale in der frühen Entwicklung miteinander kommunizieren. Im Versuch haben die Wissenschaftler Nervenzellen im Hippocampus identifiziert, die für die frühe Aktivierung im präfrontalen Kortex, einem besonderen Bereich des Gehirns, verantwortlich sind. Bislang war nur bekannt, dass bei Erwachsenen die Verschaltung zwischen zwei Hirnarealen, dem Hippocampus und präfrontalem Kortex, verantwortlich für kognitive Funktionen wie Gedächtnis und Aufmerksamkeit ist. Weitgehend unerforscht war aber, wie diese Kommunikation entsteht und reift. Die Studie hat nun gezeigt, dass sich die präfrontalen Netzwerke mithilfe der identifizieren Nervenzellen im Hippocampus zu „verschalten“ beginnen und so die Grundlage neuronaler Berechnungen schaffen, die für die kognitive Verarbeitung im Erwachsenenalter erforderlich sind. Langfristig könnten die Ergebnisse dabei helfen, die Ursachen für neurologische und neuropsychiatrische Entwicklungsstörungen zu finden. Originalliteratur: Ahlbeck J et al.: Glutamatergic drive along the septo-temporal axis of hippocampus boosts prelimbic oscillations in the neonatal mouse. eLife,10.April 2018
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