Kopf-Hals-Tumore: Besseres Ergebnis mit perioperativem Pembrolizumab

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Erhalten Patienten mit lokal fortgeschrittenem Plattenepithelkarzinom im Kopf-Hals-Bereich (HNSCC) zusätzlich zur Standardtherapie neoadjuvant und adjuvant Pembrolizumab, wird das ereignisfreie Überleben (EFS) signifikant verbessert.

Zu diesem Ergebnis kommen Autoren der KEYNOTE-689-Studie um Dr. Ravindra Uppaluri vom Brigham and Women’s Hospital in Boston. Die neoadjuvante Pembrolizumab-Therapie habe keinen Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit einer erfolg­reichen Operation gehabt, ergänzen sie. Die Ergebnisse von KEYNOTE-689 sind im „New England Journal of Medicine“ erschienen.

In ihrer unverblindeten Phase-III-Studie hatten die Wissenschaftler Patienten mit lokal fortgeschrittenem HNSCC 1:1 randomisiert für zwei Zyklen neoadjuvantes Pembrolizumab und 15 Zyklen adjuvantes Pembrolizumab (beides in einer Dosis von 200 mg alle 3 Wochen) zusätzlich zur Standardbehandlung (Pembrolizumab-Gruppe) oder nur die Standard­behandlung (Kontrollgruppe).

Wie sie ausführen, bestand die Standardbehandlung aus Operation und adjuvanter Strahlen­therapie mit oder ohne gleichzeitige Cisplatin-Gabe. Als primären Endpunkt hatte das Wissenschaftlerteam das EFS fest­gelegt. Dabei wurde das EFS bei Teilnehmern beurteilt, deren Tumoren PD-L1 mit einem kombinierten positiven Score (CPS) von ≥10 exprimierten (CPS-10-Popu­lation), solchen, deren Tumoren PD-L1-mit einem CPS von ≥1 exprimierten (CPS-1-Population) und allen Teilnehmern. Ein höherer CPS zeigt einen höheren Anteil von Zellen an, die PD-L1 exprimieren.

Von 363 Teilnehmern, die der Pembrolizumab-Gruppe zugeteilt wurden, hatten 234 einen CPS von ≥10 bzw. 347 einen CPS von ≥1. Von den 351 Kontrollpatienten wiesen 231 einen CPS von ≥10 bzw. 335 einen CPS von ≥1 auf. Bei etwa 88­ Prozent der Teilnehmer in jeder Gruppe wurde eine Operation durchgeführt.

Höheres EFS-Rate nach 36 Monaten

Die mediane Nachbeobachtung bei der ersten Zwischenanalyse beziffern die Autoren auf 38,3 Monate. Die Rate des EFS nach 36 Monaten in der CPS-10-Population geben sie mit 59,8 Prozent in der Pembrolizumab-Gruppe und 45,9 Prozent in der Kontrollgruppe an (Hazard Ratio [HR] für Progression, Rezidiv oder Tod 0,66; 95 %-KI 0,49–0,88; Pzweiseitig=0,004). In der CPS-1-Population lagen die EFS-Raten bei 58,2 Prozent beziehungsweise 44,9 Prozent (HR 0,70; 95 %-KI 0,55–0,89; Pzweiseitig=0,003) und in der Gesamtpopulation bei 57,6 Prozent beziehungsweise 46,4 Prozent (HR 0,73; 95 %-KI 0,58–0,92; Pzweiseitig=0,008).

Nebenwirkungen von Grad ≥3 traten bei 44,6 Prozent der Teilnehmer in der Pembrolizumab-Gruppe und bei 42,9 Prozent der Patienten in der Kontrollgruppe auf, darunter Todesfälle bei 1,1 Prozent beziehungsweise 0,3 Prozent. Potenziell immunvermittelte Nebenwirkungen von Grad ≥3 dokumentierte das Team bei 10,0 Prozent der ­Teilnehmer in der Pembro­lizumab-Gruppe. (sf)