Kopfschmerzen am Arbeitsplatz: Zusammenhang mit verschiedenen Lebensstilfaktoren30. September 2025 © insta_photos – stock.adobe.com (Symbolbild) Kopfschmerzen können die Arbeitsqualität erheblich beeinträchtigen. Um das Auftreten von Kopfschmerzen am Arbeitsplatz zu verringern, ist es wichtig, mögliche assoziierte Faktoren zu ermitteln. Ein Team untersuchte nun den Zusammenhang zwischen Kopfschmerzen und Lebensstilfaktoren sowie körperlichen und psychischen Symptomen bei Arbeitnehmern eines japanischen Technologieunternehmens. So sollten die Faktoren bestimmt werden, die zu Kopfschmerzen am Arbeitsplatz wesentlich beitragen. Dazu werteten die Wissenschaftler die Ergebnisse eines Fragebogens zum Stress-Check 2022 (vorgeschrieben in der japanischen Arbeitsgesetzgebung) bei 63.071 Beschäftigten (50.360 Männer; 12.711 Frauen) aus. Die Rate auftretender Kopfschmerzraten wurde gemäß der Häufigkeit (selten, manchmal, oft bzw. fast immer) abgefragt. Bei Männern lagen die Werte bei 48,8, 34,2, 13,9 bzw. 3,1% und bei Frauen bei 33,6, 39,9, 21,0 bzw. 5,5%. Logistische Regressionsanalysen der Lebensstilfaktoren ergaben, dass die Kopfschmerzrate (manchmal, oft oder fast immer) am höchsten war, wenn ein hohes Stressniveau vorlag (Männer: OR 7,13; 95%-KI 6,57−7,73; Frauen: OR 8,79; 95%-KI 7,07 bis -10,94). Weitere Lebensstilfaktoren waren seltene sportliche Aktivität (Männer: OR 1,47; 95%-KI 1,36–1,60; Frauen: OR 1,55; 95%-KI 1,27–1,89) sowie werktägliches Sitzen für >12 h (Männer: OR 1,35; 95%-KI 1,27–1,43; Frauen: OR 1,61; 95%-KI 1,40–1,84). Weiterführende Analysen der körperlichen und geistigen Symptome zeigten, dass Kopfschmerzen mit dem Vorhandensein von steifen Schultern (Männer: OR 3,65; Frauen: OR 5,08), Schlaflosigkeit (Männer: OR 2,71; Frauen: OR 2,61), Augenbelastung (Männer: OR 2,62; Frauen: OR 2,31), Depressionen (Männer: OR 2,35; Frauen: OR 2,35), Rückenschmerzen (Männer: OR 1,66; Frauen: OR 2,08) und Angstzuständen (Männer: OR 1,32; Frauen: OR 1,55) korrelierten. Fazit Diese Umfrage belegt, wie stark der Zusammenhang zwischen Kopfschmerzen und verschiedenen Lebensstilfaktoren sowie körperlichen und psychischen Symptomen ist. Es sollten daher entsprechende Maßnahmen initiiert werden, um sie zu verringern. (je) Autoren: Yokoyama M et al. Korrespondenz: Masako Yokoyama; [email protected] Studie: Association between headaches and lifestyle factors and physical and mental symptoms among 63,071 workers at a Japanese technology company Quelle: J Headache Pain 2025;26(1):129. Web: https://doi.org/10.1186/s10194-025-02065-5
Mehr erfahren zu: "KBV: „Patientendaten müssen vertraulich bleiben“" KBV: „Patientendaten müssen vertraulich bleiben“ Laut Kabinettsentwurf eines Gesetzes für Daten und digitale Innovationen im Gesundheitswesen (GeDIG) soll der Zugriff der Kassen auf die elektronische Patientenakte (ePA) nochmals erweitert werden. Die KBV warnt vor einem […]
Mehr erfahren zu: "Warken will Krankheitsprävention ausbauen" Warken will Krankheitsprävention ausbauen Wenn man eine Erkrankung hat, wird man behandelt – das ist im deutschen Gesundheitswesen klar. Um Risiken zu mindern oder früher zu erkennen, soll aber auch die Prävention eine größere […]
Mehr erfahren zu: "GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz kommt" GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz kommt Die schwarz-rote Koalition bringt eine große Reform vor dem Sommer durch: Das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz für die Ausgaben der Krankenkassen ist nach langem Ringen besiegelt. Sind höhere Beiträge damit nun vom Tisch?