Koronargefäß-Verkalkung/Herzinfarktrisiko: Einmal messen genügt

Mit der Messung des Koronarkalks können Mediziner das individuelle Risiko für einen Herzinfarkt präzise einschätzen. Aber genügt dafür eine Messung oder braucht es regelmäßige Checks? Die Antwort kennen Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essen (UDE). Sie stellen ihre Forschung aktuell in “Circulation” vor.

Das Herzinfarkt-Risiko zu erkennen, ist durch die Messung des Koronarkalks heute erprobte Praxis. Maßgeblich dazu beigetragen habe die Heinz Nixdorf Recall-Studie, die am Universitätsklinikum Essen (UK) durchgeführt wurde, heißt es in der Pressemitteilung von UDE/UK Essen.

Nun gingen die UDE-Mediziner unterstützt von verschiedenen Kliniken und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) noch einen Schritt weiter. Sie wollten wissen, unter welchen Umständen eine weitere Untersuchung nach fünf Jahren sinnvoll ist.

Die Antwort: Die einmalige Kalkmessung genügt in den meisten Fällen. Sie hilft bereits, Patienten im mittleren Risikobereich besser einschätzen zu können. „Vor diesem Hintergrund kann man Patienten jetzt viel genauer empfehlen, wann eine erneute Kalkmessung sinnvoll ist“ resümiert Prof. Raimund Erbel, einer der Initiatoren der Studie und Senior Scientist am Institut für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (IMIBE).

„Die Tatsache, dass unser wissenschaftlicher Artikel von einem ausführlichen Editorial führender Wissenschaftler auf diesem Gebiet begleitet wird, betrachte ich als besondere Wertschätzung unserer Arbeit in den letzten 20 Jahre auf diesem Gebiet“ freut sich Prof. Karl-Heinz Jöckel, Direktor des IMIBE.

Publikation: Lehmann N et al. Circulation. 2018;137:665-679; Value of Progression of Coronary Artery Calcification for Risk Prediction of Coronary and Cardiovascular Events
Result of the HNR Study (Heinz Nixdorf Recall) http://circ.ahajournals.org/content/137/7/665

Quelle
Universität Duisburg-Essen, 07.03.2018
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