Krebsüberlebende bekommen eine andere Perspektive aufs Leben28. Februar 2019 Insbesondere mit therapeutischer Unterstützung erleben Brustkrebspatientinnen die Veränderungen aufgrund ihrer Erkrankung relativ positiv. (Foto: © karrastock – Fotolia.com) Nach der Diagnose berichten Brustkrebspatientinnen eher über positive Veränderungen in ihrem Leben als negative. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie im Fachblatt Health Psychology. In der Studie wurden Frauen zwei Jahre nach ihrer Brustkrebsdiagnose zu den Veränderungen in ihrem Leben aufgrund ihrer Erkrankung befragt. Insgesamt 160 Frauen mit Brustkrebs im Stadium II oder III nahmen zwischen 1996 und 2002 an der Studie teil, mehr als die Hälfte erhielt eine psychologische Intervention, die übrigen Teilnehmerinnen bildeten die Kontrollgruppe. Die Befragungen wurden zwei Jahre nach der Diagnose und etwa ein Jahr nach Beendigung ihrer Krebstherapie durchgeführt. Die meisten Patientinnen erhielten eine Chemotherapie. Weitere Behandlungen wie Bestrahlung oder Hormontherapien wurden ebenfalls berücksichtigt. Die Teilnehmerinnen gaben insgesamt 998 Lebensveränderungen an, wobei bis zu viermal mehr positive Veränderungen angegeben wurden als negative. “Die meisten Patientinnen in unserer Studie haben aus den Zitronen Limonade gemacht, insbesondere jene, die an der Intervention teilnahmen”, erklärte Ko-Autorin Dr. Barbara Andersen von der Ohio State University. Sie begründet den Erfolg der Intervention darin, dass die Frauen viele wichtige Dinge erfahren hatten. Unter anderem hätten sie gelernt, “besser mit Stress umzugehen, Unterstützung von Familie und Freunden zu fordern und Verhaltensänderungen bezüglich ihrer Ernährung oder sportlichen Aktivität umzusetzen. Diese Komponenten hängen stark mit den am meisten und am positivsten berichteten Gedanken über Veränderungen.” Frauen, die am stärksten negative Gedanken besaßen, hatten nach der Diagnose hohen Stress und starke depressive Symptome angegeben. Dies unterstreiche die Bedeutung, Patientinnen mit Depressionen frühzeitig zu identifizieren und zu behandeln, so Andersen. “Bei manchen Patientinnen ist die Stimmung aufgrund der Krebsdiagnose beeinträchtigt. Andere könnten hingegen dafür anfällig sein, aufgrund von Stress depressiv zu sein”, sagte die Dozentin für Psychologie.
Mehr erfahren zu: "Menopause verändert womöglich abrupt Lebensvorgänge" Menopause verändert womöglich abrupt Lebensvorgänge Die Menopause könnte einen deutlicheren physiologischen Wendepunkt darstellen als bislang angenommen. Eine Studie in „Nature Medicine“ fand rund um die letzte Menstruation abrupte Veränderungen bei zahlreichen Laborparametern verschiedener Organsysteme.
Mehr erfahren zu: "Pränatales Cholin-Supplement verbessert Kognition und Verhalten von Kindern" Weiterlesen nach Anmeldung Pränatales Cholin-Supplement verbessert Kognition und Verhalten von Kindern Eine Nahrungsergänzung mit Phosphatidylcholin (Lecithin) während der Schwangerschaft scheint die fötale Gehirnentwicklung zu unterstützen und die kognitive Leistungsfähigkeit sowie das soziale Verhalten von Kindern zu verbessern. Das geht aus den […]
Mehr erfahren zu: "Neues Medikament zeigt anhaltendes klinisches Ansprechen bei platinresistentem Ovarialkarzinom" Neues Medikament zeigt anhaltendes klinisches Ansprechen bei platinresistentem Ovarialkarzinom Ein neues Medikament erreichte in einer Phase-1/2-Studie bei 109 Patientinnen mit platinresistentem Ovarialkarzinom eine bestätigte objektive Ansprechrate von 45,9 Prozent. Das mediane progressionsfreie Überleben lag bei 9,5 Monaten. Die Ergebnisse […]