Künstliche Intelligenz soll KHK-Prävention unterstützen24. November 2020 Bild: ©RS-Studios – stock.adobe.com Forscher des Instituts für Biomedizinische Technik der TU Dresden entwickeln gemeinsam mit 13 europäischen Partnern aus Forschung, Krankenversorgung und medizintechnischer Industrie eine digitale Plattform für die Prognose und Prävention der koronaren Herzkrankheit (KHK). Das Projekt „A patient-centered early risk prediction, prevention, and intervention platform to support the continuum of care in coronary artery disease using eHealth and artificial intelligence (TIMELY)” startete im Oktober 2020. Die Forschungsschwerpunkte an der TU Dresden konzentrieren sich auf die Biosignalverarbeitung und die Bewertung von klinischen Informationen und Signalen mit Methoden der künstlichen Intelligenz (KI).Selbstmanagement und Lebensweise des Patienten sowie rechtzeitige klinische Interventionen können die Entwicklung der KHK wesentlich beeinflussen. Deshalb sind Früherkennung bzw. Verhinderung des Fortschreitens der Krankheit essentiell. Die Bereitstellung qualitativer Sekundärprävention für alle Herzpatienten ist jedoch aufgrund der Beschränkungen des Gesundheitsbudgets eine große Herausforderung.Genau hier will das TIMELY-Projekt ansetzen und eine patientenzentrierte eHealth-Plattform aufbauen. Unterstützt durch KI soll die TIMELY-Plattform kontinuierlich und zeitnah kardiale Risiken und Komplikationen individuell prognostizieren. Die dadurch möglichen gezielten Interventionen werden das Risiko- und Symptommanagement verbessern. Auf diese Weise soll die Sekundärprävention von KHK wirksam und kosteneffizient werden und damit die physiologischen und psychologischen Auswirkungen der Erkrankung minimieren. TIMELY soll Patienten und Klinikern helfen, die Gesundheitsversorgung auf der Grundlage einer Risikobewertung zu personalisieren sowie die Ergebnisprognose und maßgeschneiderte Interventionen zu verbessern.TIMELY wird die KI-basierten Algorithmen für Datenpräsentationen und Entscheidungsunterstützung integrieren. Sie wird auf der Grundlage einer funktionalen Plattform entwickelt, welche die Interoperabilität mit elektronischen Gesundheitsakten und Sicherheitsmechanismen berücksichtigt. So kann die Vollständigkeit und Kontinuität der Informationen gewährleistet und der Datenaustausch vereinfacht werden. Die KI in TIMELY, die mit großen retrospektiven Datensätzen von über 23.000 KHK-Patienten erstellt wird, kann ständig Risiken überwachen, bewerten, jede Abweichung von definierten Therapiezielen oder ungünstige Veränderungen anzeigen sowie angemessene Interventionen vorschlagen.TIMELY wird im Rahmen des Horizont 2020 – Programms für Forschung und Innovation über die nächsten drei Jahren entwickelt. Das Projektvolumen beträgt 5,7 Millionen Euro.Projektpartner:UNIVERSITEIT VAN AMSTERDAM, NiederlandeRUPRECHT-KARLS-UNIVERSITAET HEIDELBERG, DeutschlandBIOTRONIK Vertriebs GmbH & Co. KG, DeutschlandIDRYMA TECHNOLOGIAS KAI EREVNAS, GriechenlandPrivate Universität Witten/Herdecke gGmbH, DeutschlandSTICHTING KATHOLIEKE UNIVERSITEIT BRABANT, NiederlandeIEM GmbH, DeutschlandFUNDACION INSTITUTO DE INVESTIGACION MARQUES DE VALDECILLA, SpanienSERVIZO GALEGO DE SAUDE, SpanienCapemed LP, GriechenlandSEMDATEX GmbH, DeutschlandTU DRESDEN, DeutschlandMEDIZINISCHE UNIVERSITAT GRAZ, Österreich
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