Kumulative Dosen oraler Steroide mit Hypertonie assoziiert24. März 2020 Foto: © carballo/Adobe Stock Die kumulativen Dosen oraler Steroide bei Patienten mit chronisch entzündlichen Erkrankungen stehen bei denjenigen , die sie regelmäßig einnehmen, mit vermehrter Hypertonie in Zusammenhang. Dies hat eine neue Studie ergeben. „Die kumulative Wirkung oraler Steroiddosen auf Bluthochdruck ist erheblich, und da es sich um häufig verschriebene Medikamente handelt, kann die damit verbundene Gesundheitsbelastung hoch sein“, erklärt Dr. Mar Pujades-Rodriguez vom Leeds Institute of Health Sciences der University of Leeds (Großbritannien). Weltweit ist jeder fünfte Erwachsene von Hypertonie betroffen, die erhebliche negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben kann. In älteren Studien wurde über eine dosisabhängige Reaktion zwischen oralen Steroiden und Bluthochdruck berichtet – allerdings bei nicht eindeutiger Evidenz. In der neuen Studie mit mehr als 71.000 Patienten aus 389 Allgemeinarztpraxen in England wurde der Zusammenhang zwischen oralen Glucocorticoid-Dosen und Hypertonie bei Patienten mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen analysiert. Der Untersuchungszeitraum lag zwischen 1998 und 2017. Die häufigsten Grunderkrankungen waren chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (35%) und Rheumatoide Arthritis (28%). Die Forscher fanden heraus, dass es in der untersuchten Kohorte 24.896 (35%) neue Fälle von Bluthochdruck gab. Erreichten die Patienten die festgelegten kumulativen Dosen (innerhalb eines Jahres vor Beginn des Follow-up dieser Studie, in folgenden Kategorien: keine Einnahme; bis zu 959,9 mg; 960–3.054,9 mg; ≥3055 m), erhöhten sich die Hypertonie-Raten in einem Dosis-Wirkungs-Muster entsprechend. Die Autoren empfehlen, dass Ärzte den Blutdruck von Patienten, die routinemäßig orale Steroide einnehmen, regelmäßig kontrollieren sollten.
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