Kurzes, schnelles Gehen unterstützt bei der Rauchentwöhnung28. Februar 2024 Foto: © Jacek Chabraszewski/stock.adobe.com Offenbar lässt sich mit zehnminütigen Einheiten schnellen Gehens der Suchtdruck bei temporär abstinenten Rauchern senken und ihr Wohlbefinden insgesamt verbessern. Das berichten Wissenschaftler aus Innsbruck (Österreich). In ihrer Studie verglichen sie erstmals den Effekt von Indoor- und Outdooraktivität auf die Rauchentwöhnung. Für die Untersuchung wurden drei verschiedene Interventionen mit 16 Rauchern durchgeführt, die jeweils über Nacht rauchfrei waren. In zufälliger Reihenfolge absolvierten die Probanden zehnminütige schnelle Geheinheiten im Freien, auf dem Indoor-Laufband oder blieben zehn Minuten sitzen. Vor, während und nach den jeweiligen Interventionen wurden die Teilnehmer mithilfe validierter Instrumente zu Suchtverlangen, Entzugserscheinungen und Befindlichkeit befragt. „Außerdem berichteten sie die Dauer bis zur nächsten Zigarette an uns“, ergänzt Erstautorin Stefanie Schöttl, Doktorandin am Institut für Sportwissenschaft der Universität Innsbruck. Die Forschenden beobachteten, dass das Suchtverlangen sowohl bei der Indoor- als auch bei der Outdoor-Gruppe während der gesamten Bewegungseinheit zurückging, während es bei der Kontrollgruppe unverändert blieb. Gleiches galt in Hinblick auf die Entzugserscheinungen und die allgemeine Befindlichkeit. Nach zwanzig Minuten waren keinerlei Unterschiede mehr messbar. Nach zehn Minuten erwies sich das Suchtverlangen in der Outdoor-Gruppe als etwas stärker reduziert als in der Indoor-Gruppe Outdoor: Mehr Zeit bis zur nächsten Zigarette „Ein weiterer – wenngleich nicht signifikanter Unterschied – zwischen Indoor und Outdoor-Bewegungseinheiten ist die Zeit, die bis zur nächsten Zigarette vergeht“, berichtet Schöttl. Diese beträgt bei der Indoor-Gruppe 17 Minuten, bei der Outdoor 26 Minuten. „Es handelt sich dabei um eine Tendenz, die in weiterführenden Experimenten noch zu überprüfen ist, eventuell mit veränderter Dauer oder Intensität der Einheiten“, sagt Martin Kopp, Universitätsprofessor für Sportpsychologie in Innsbruck. An oberster Stelle steht für die Wissenschaftler jedoch, dass die Geh-Einheiten leicht in den Alltag einzubauen sind. „Die Interventionen sollen so definiert werden, dass sie 1:1 in Programme zur Rauchentwöhnung integriert werden können“, betonen Kopp und Schöttl abschließend.W ( Quellen: ;
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