Landesfachbeirat Psychiatrie Niedersachsen hat sich neu konstituiert9. März 2018 Foto: © domoskanonos – Fotolia.com Unter dem Vorsitz von Wolfram Beins und der Geschäftsführung von Dr. Hermann Elgeti hat sich der Landesfachbeirat Psychiatrie Niedersachsen Anfang März neu konstituiert. Das 1993 erstmals berufene, fachlich unabhängige Gremium berät das Land in allen die Psychiatrie betreffenden Fragen. Laut dem 2016 veröffentlichten Landespsychiatrieplan liegt der Fokus der Entwicklung aktuell in der Verbesserung der psychiatrischen Versorgung ambulant-aufsuchender Behandlungsangebote (z. B. in Form von Gemeindepsychiatrischen Zentren). Außerdem sollen Zwangsmaßnahmen soweit wie möglich vermindert sowie Betroffenen und ihren Angehörigen mehr Gehör verschafft werden. Dies sind nur einige Punkte, die das Land in den nächsten Jahren aufgreifen will. Hierbei gilt es, neue erfolgversprechende Ansätze und Methoden zu identifizieren und neue Konzepte fachlich zu bewerten, Leitmotiv ist der Grundsatz „ambulant vor stationär“. Der Landesfachbeirat leistet wichtige fachliche Unterstützung bei der Umsetzung gesteckter Ziele. Zusammen mit den neu berufenen Mitgliedern werden Wolfram Beins und Dr. Hermann Elgeti ihre ausgewiesene Fachlichkeit dazu nutzen, im Auftrag des Sozial- und Gesundheitsministeriums spezielle Themen zu bearbeiten und dem Land Umsetzungsvorschläge zu unterbreiten. Sozial-Staatssekretär Heiger Scholz betonte, dass die Beteiligung der Betroffenen und Angehörigen in diesem Prozess von besonderer Bedeutung sei. Die Zahl ihrer Vertreterinnen und Vertreter im Landesfachbeirat sei erhöht worden. Daneben sind Expertinnen und Experten aus den Bereichen der ambulanten, stationären und universitären Versorgung vertreten. Die für die regionale Koordination der Hilfen in jeder Kommune unverzichtbaren Sozialpsychiatrischen Dienste und Verbünde sind ebenso beteiligt wie Vertreterinnen und Vertreter der in Niedersachsen vorhandenen psychiatrischen Gremien und der Fraktionen des Landtages. Eine besondere Herausforderung wird sein, die psychiatrische Versorgung im Land trotz des Fachkräftemangels zu optimieren. Die Wege zu Beratungs- und Behandlungsmöglichkeiten und die Wartezeiten bis zu einem Termin sollten möglichst kurz sein, so Staatssekretär Heiger Scholz, damit die Betroffenen frühzeitig Hilfe erhalten, lange in ihrer gewohnten Umgebung bleiben und notwendige stationäre Aufenthalte auf ein Minimum verkürzt werden können.
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