Landesregierung von NRW fördert Humanmilchbanken mit rund 500.000 Euro

Frühgeborene, deren Mütter (noch) nicht stillen können, können von gespendeter Muttermilch profitieren. (Foto: © Monthira – stock.adobe.com)

Das Gesundheitsministerium NRW fördert im Jahr 2024 den Aufbau von Humanmilchbanken in den nordrhein-westfälischen Perinatalzentren der Versorgungsstufe 1 mit rund 500.000 Euro. Das teilte das Ministerium mit.

Humanmilch ist für die Gesundheit und Lebensqualität von frühgeborenen Kindern entscheidend. Aufgrund der vorzeitigen Geburt können die Kinder jedoch oft nicht oder nicht vollständig mit der Milch der eigenen Mutter ernährt werden. Über Humanmilchbanken, in denen die Milch der eigenen Mutter oder von Spenderinnen gelagert, aufbereitet und für die Ernährung der Frühgeborenen zur Verfügung gestellt wird, kann eine zuverlässige Versorgung gewährleistet werden. Gefördert werden Investitionen in die Räumlichkeiten und die Ausstattung der Humanmilchbanken wie Kühlschränke oder elektrische Milchpumpen. Die Förderung kann ab sofort und bis zum 30. Juni 2024 beantragt werden.

„Sehr kleine Frühgeborene sind besonders verletzliche Patientinnen und Patienten. Ihre optimale gesundheitliche Versorgung ist von äußerster Wichtigkeit und liegt mir sehr am Herzen. Die Wissenschaft ist hier eindeutig: Dass Frühgeborene mit Humanmilch ernährt werden, ist für ihre Gesundheit und Entwicklung maßgeblich – in manchen Fällen sogar überlebenswichtig. Mit der Förderung tragen wir dazu bei, dass mehr Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen Humanmilchbanken einrichten können und verbessern damit die Versorgung der Kleinsten der Kleinen bedeutend“, erklärte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

Krankenhäuser, die ein Perinatalzentrum des Levels 1 gemäß den Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) vorhalten, können eine Förderung erhalten. Sie müssen außerdem bei Umsetzung des Krankenhausplanes 2022 die Voraussetzung für die Leistungsgruppe „22.2 Perinatalzentrum Level 1“ sowie die damit einhergehende Mindestfallzahl erfüllen. Der Aufbau der Humanmilchbank wird mit bis zu 60.000 Euro je Klinik gefördert.

Aktuell verfügen von rund 40 Perinatalzentren der Versorgungsstufe 1 in Nordrhein-Westfalen sechs über eine Humanmilchbank.