Laryngotracheale Rekonstruktionen14. November 2019 Foto:©Georgiy /Adobe Stock Eine aktuelle Studie zeigt auch bei älteren Patienten gute Langzeitergebnisse für laryngotracheale Rekonstruktionen. Primärziel der vorliegenden Studie, die aktuell in „Otolaryngology – Head and Neck Surgery“ publiziert wurde, war die Evaluierung von Sicherheit, Wirksamkeit und Ausführung größerer offener laryngotrachealer Operationen bei Patienten höheren Lebensalters. In einer Fallserie mit 29 Patienten ≥60 Jahren, die zwischen 1999 und 2016 an einer Universitätsklinik zur Rekonstruktion der Atemwege operiert wurden, wurden die Patientenmerkmale, der Operationsverlauf sowie die postoperativen Ergebnisse evaluiert. Langfristiger Erfolg wurde als Prothesen-freies Überleben zur letzten Nachuntersuchung definiert. Das Durchschnittsalter der Patienten lag bei 71 Jahren (Interquartilsabstand 63–74). Tracheale Resektionen waren die am häufigsten vorgenommenen Eingriffe (13 Patienten), gefolgt von laryngotrachealer Rekonstruktion (7 Patienten). Bei 15 Patienten wurde zunächst eine Tracheotomie vorgenommen; bei 6 dieser Patienten erwies sich eine Dekanülierung als notwendig. Dekanülierungen wurden auch bei 3 weiteren Patienten zu Nachsorgeterminen durchgeführt; bei den letzten Follow-ups waren auch sie Prothesen-frei. Von den 14 Patienten, deren Therapie ohne Tracheotomie begann, benötigten lediglich 2 permanente Atemwegsprothesen. Die allgemeine Langzeitrate des Prothesen-freien Überlebens betrug 72,4 % (21 von 29 Patienten). Faktoren, die möglicherweise den Langzeiterfolg erhöhen, sind ein niedriger McCaffrey-Grad sowie das Fehlen pulmonaler Erkrankungen, kein Bluthochdruck oder Diabetes sowie keine Abnahme der Erythrozytenverteilungsbreite bei den präoperativen Blutwerten. Fazit: Bei vorsichtiger Patientenselektion, genauer präoperativer Abklärung sowie penibler postoperativer Nachsorge und Pflege, erweisen sich Atemwegsrekonstruktionen bei Patienten ≥60 Jahren als erfolgreich; von den 29 evaluierten Patienten atmen 21 (72,4 %) auf Langzeitbasis ohne Prothesen. (am)
Mehr erfahren zu: "Morbus Sjögren: Präzisionstherapie für Autoimmun-Erkrankung in Sicht" Morbus Sjögren: Präzisionstherapie für Autoimmun-Erkrankung in Sicht Der Entzündungs-Botenstoff Interferon-Alpha kann die Sjögren-Krankheit auslösen. Das zeigt eine aktuelle Studie des Universitätsklinikums Bonn (UKB) sowie der Universitäten Bonn, Edinburgh und Newcastle.
Mehr erfahren zu: "Nasopharynxkarzinom: Tislelizumab plus Chemotherapie" Weiterlesen nach Anmeldung Nasopharynxkarzinom: Tislelizumab plus Chemotherapie Eine aktuelle Studie legt Daten zur 3-Jahres-Wirksamkeit der Kombination aus Tislelizumab plus Chemotherapie zur Behandlung des Rezidivierenden oder metastasiertem Nasopharynxkarzinoms vor.
Mehr erfahren zu: "KBV: „Patientendaten müssen vertraulich bleiben“" KBV: „Patientendaten müssen vertraulich bleiben“ Laut Kabinettsentwurf eines Gesetzes für Daten und digitale Innovationen im Gesundheitswesen (GeDIG) soll der Zugriff der Kassen auf die elektronische Patientenakte (ePA) nochmals erweitert werden. Die KBV warnt vor einem […]