Leipzig legt los: 11. Tierärztekongress gestartet7. Juli 2022 Los geht’s: Tierärzte bereiten in der Kleintierklinik der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig eine Untersuchung von Faultier Oska vor. Foto: © Uni Leipzig/Leipziger Messe/Tom Schulze Heute, 07.07. 2022, hat der 11. Leipziger Tierärztekongress, die größte veterinärmedizinische Fortbildungsveranstaltung im deutschsprachigen Raum, seine Türen geöffnet. Über 5.000 VeterinärmedizinerInnen aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz werden bis zum 9. Juli auf der Leipziger Messe zum fachlichen Austausch erwartet. Neben den Behandlungen von Heim-, Haus- und Nutztieren liegt der Fokus insbesondere auf dem One-Health-Ansatz. Diskutiert werden Tierseuchen sowie ihr Einfluss auf die menschliche Sicherheit und Krankheitserreger, die Tier und Mensch infizieren können. Die begleitende Fachmesse vetexpo zählt 282 Aussteller aus 17 Ländern. Alle zwei Jahre ist der Leipziger Tierärztekongress mit der Fachmesse vetexpo der wichtigste Treffpunkt für VeterinärmedizinerInnen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. 500 Referenten bieten Tierärzten aller Fachrichtungen in über 500 Vorträgen eine erstklassige Fort- und Weiterbildung. „Der Tierärztekongress überzeugt auch in diesem Jahr durch seine thematische Breite, die alle Themenaspekte des tierärztlichen Berufsfelds abdeckt – ob tierartspezifisch oder fachübergreifend“, sagt Kongresspräsident Prof. Dr. Uwe Truyen von der Universität Leipzig. Das Spektrum reicht von Hund und Katze über Nutz-, Wild- und Zootiere bis zu Diskussionen mit ethischen Problemstellungen in der Tiermedizin, Lebensmittelsicherheit, Recht, Toxikologie und Tierschutz. One-Health-Ansatz: Kampf gegen InfektionskrankheitenDen Zusammenhang zwischen Tiergesundheit und der Gesundheit des Menschen adressierte unter anderem die Auftaktveranstaltung des diesjährigen Tierärztekongresses. Am Beispiel des Zoonoseerregers SARS-CoV-2 veranschaulicht der Präsident des Friedrich-Loeffler-Instituts, Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas C. Mettenleiter, in seiner Festrede die Bedeutung des One-Health-Ansatzes. „Die meisten der neu auftretenden Infektionskrankheiten sind tierischen Ursprungs“, erklärt Prof. Dr. Truyen und ergänzt: „Die Corona-Pandemie und das Bewusstsein des Klimawandels haben dieses Thema verstärkt in den Fokus gerückt. Zukünftig ist die intensive interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen der Veterinärmedizin und der Humanmedizin entscheidend, um die Ausbreitung von Zoonosen einzugrenzen und die Infektionsgefahr für den Menschen zu verringern.“Zentrales Thema der Auftaktveranstaltung sind zudem die mit der Digitalisierung verbundenen Chancen und Risiken für die Veterinärmedizin. Unter dem Titel „Bits & Bytes: Fluch oder Segen für die Tiermedizin?“ verdeutlichen kurze Impulsreferate unterschiedliche Aspekte dieser Frage und bilden die Grundlage für die anschließende Podiumsdiskussion. Tageshighlights am Donnerstag Das Kongressprogramm verspricht schon am ersten Tag spannende Themen und Diskussionen. Von der Verhaltenstherapie bei Katzen, Tierschutz in der translationalen tierexperimentellen Forschung bis zu Hautkrankheiten bei Hunden – diese Programmpunkte sollten Besucher keinesfalls verpassen. Tierschutz in der translationalen tierexperimentellen Forschung Ab 9.45 Uhr laufend: Im Rahmen der Vortragsveranstaltungen translationale tierexperimentelle Forschung I , II und III geben führende Wissenschaftler verschiedener Fachbereiche einen Überblick zum aktuellen Stand der Forschung, um damit eine Grundlage für die gesellschaftliche und ethische Diskussion zu schaffen. Die Themenbereiche sind vielfältig und umfassen unter anderem neueste Ergebnisse und Erkenntnisse aus Diabetes-Großtiermodellen, zu xenogenen Geweben wie Herzklappen und xenogenen Organen, neuartigen Implantaten, innovativem Knochenersatz sowie aus der Herz-Kreislaufforschung bei Großtieren. Üble Hautveränderungen mit ungewöhnlicher Ursache 10.45 Uhr: Das hepatokutane Syndrom ist eine Hautkrankheit, die vor allem beim Hund vorkommt und mit starker Krustenbildung an den Pfoten und Ellbogen einhergeht. Im Veranstaltungsblock Onkologie I werden Diagnose, Merkmale und die Behandlung des hepatokutanen Syndroms erläutert. Verhaltenstherapie – Aggressives Verhalten von Katzen Ab 14.30 Uhr: Aggressives Verhalten von Katzen kommt in einem Spektrum von Drohverhalten über kontrollierte Aggression bis hin zu Angriffen mit Kralleneinsatz oder Beißen vor. Die Folgen können schwerwiegende Verletzungen bei Menschen oder Mitkatzen sein. Im Rahmen des Programmblocks zur Verhaltenstherapie bei Hunden und Katzen werden die Faktoren, Gründe und Therapieoptionen des aggressiven Verhaltens der beliebten Haustiere betrachtet. Traumberuf Tierarzt – Anspruch und Wirklichkeit durch Selbstgestaltung 16.30 Uhr: Das Berufspolitische Forum möchte in diesem Jahr die gängigen Assoziationen mit dem „Traumberuf Tierarzt“ aufbrechen und das Berufsbild aus Sicht der Wissenschaft, Veterinärverwaltung, Labortätigkeit und der Praxisbetreiber darstellen. Ziel ist es, die vielfältigen beruflichen Perspektiven in der Veterinärmedizin aufzuzeigen. Innerhalb des Berufspolitischen Forums wird die Verdienstmedaille der Sächsischen Landestierärztekammer verliehen. Darüber hinaus werden auch der akute und sich verschärfende Fachkräftemangel und die bestehende Versorgungslücke durch den Zuwachs an Klein- und Heimtieren während Corona-Pandemie diskutiert. Über den Leipziger Tierärztekongress und die vetexpo Der Leipziger Tierärztekongress und die Fachmesse vetexpo werden von der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig, den sechs Tierärztekammern der Bundesländer Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie der Leipziger Messe GmbH veranstaltet. Der 10. Leipziger Tierärztekongress mit vetexpo verzeichnete 283 Aussteller aus 15 Ländern und 6.200 Teilnehmer. vetexpo: Laufzeitverlängerung und Flächenerweiterung Auf insgesamt 15.000 Quadratmetern präsentieren 282 Firmen aus 17 Ländern ihre Produkte und Dienstleistungen. 38 Aussteller kommen aus dem Ausland. Die größten Auslandsbeteiligungen sind aus Österreich, den Niederlanden und den USA zu verzeichnen. Zur 11. Auflage des Leipziger Tierärztekongresses öffnet die Fachmesse erstmals an allen drei Veranstaltungstagen. „Die vetexpo ist die wichtigste Messe für Veterinärmediziner im deutschsprachigen Raum und darüber hinaus. Mit einem Flächenwachstum und einer Laufzeitverlängerung stellen wir das einmal mehr unter Beweis“, sagt Martin Buhl-Wagner, Geschäftsführer der Leipziger Messe. Neu auf der vetexpo ist die Start-up-Area, auf der acht junge Unternehmen aus ganz Deutschland vertreten sind, um ihrem Markteinstieg Impulse verleihen zu können. Bewährte Highlights wie die Jobmesse vetjobs24 Career Corner, auf der sich attraktive Arbeitgeber aus der Industrie, dem klinischen Bereich oder öffentliche Behörden präsentieren, runden das Messeprogramm ab. TerminKongress: Donnerstag, 7. Juli bis Samstag, 9. Juli 2022vetexpo: Donnerstag, 7. Juli bis Samstag, 9. Juli 2022ÖffnungszeitenKongress: 7. Juli: 8.30 bis 18.00 Uhr8. und 9. Juli: 8.00 bis 18.00 Uhrvetexpo: 7. Juli: von 9.30 bis 18.00 Uhr8. Juli: 8.00 bis 18.00 Uhr9. Juli: 8:00 bis 16:30 UhrVeranstaltungsortKongress: Leipziger Messe: Congress Center Leipzig (CCL), Messehalle 2 & 4vetexpo: Leipziger Messe: Messehalle 2 Weitere Informationen: https://www.tieraerztekongress.de/
Mehr erfahren zu: "Braunvieh-Dame Veronika kratzt sich am Allerwertesten und sorgt für Kuh-Hype" Braunvieh-Dame Veronika kratzt sich am Allerwertesten und sorgt für Kuh-Hype Mit der Zunge greift die österreichische Kuh Veronika zum Schrubber und kratzt sich ausgiebig. Sie setzt dabei erstaunlich filigrane Techniken ein. Von wegen „dumme Kuh“: Warum Veronika’s Intelligenz Zweifel an […]
Mehr erfahren zu: "Extreme Tierarten als Schlüssel für Erkrankungen des Menschen" Extreme Tierarten als Schlüssel für Erkrankungen des Menschen Zahlreiche Tiere leben in extremen Umgebungen und haben ihren Stoffwechsel entsprechend angepasst. Wissenschaftler zeigen nun, dass sich aus diesem Wissen Lösungen entwickeln lassen könnten, die gegen Erkrankungen beim Menschen helfen. […]
Mehr erfahren zu: "Junge Haiarten sterben häufiger aus als alte" Junge Haiarten sterben häufiger aus als alte Bei den heutigen Haien und Rochen sind junge Arten, die seit weniger als 4 Millionen Jahren existieren, stärker vom Aussterben bedroht als ältere Arten. Dies haben Forschende anhand von Fossilien […]