Leipziger Wissenschaftlerinnen entwerfen dreidimensionales Modell der unreifen Lunge21. Oktober 2021 Es dauert im Labor etwa drei Wochen, bis das blasenartige Modell der unreifen Lunge fertig ist. (Foto: © Dr. Mandy Laube) 2018-05-28T11:20:40.781601Z Die größte Gefahr für Frühgeborene ist die unreife Lunge. Zwei Leipziger Wissenschaftlerinnen der Universität Leipzig und des Fraunhofer-Institutes für Zelltherapie und Immunologie (IZI) haben nun ein dreidimensionales Modell der unreifen Lunge entwickelt. Das innovative Modell soll künftig die Entwicklung neuer Therapien und Wirkstoffe für Frühgeborene erleichtern. Frühgeborene leiden häufig an Atemnot und müssen künstlich beatmet werden. Die physiologische und strukturelle Unreife der Lungen führt zu einer erhöhten Sterblichkeit. Eine Störung der fetalen Lungenentwicklung kann zudem schwerwiegende klinische Folgen für das Neugeborene haben, wie das akute Atemnotsyndrom und die Bronchopulmonale Dysplasie. Um wirksame Therapien für den zu frühen Start ins Leben zu entwickeln, nutzen Forschende aktuell vor allem zweidimensionale Zellkulturmodelle oder testen neue Wirkstoffe im Tierversuch. Die Leipziger Wissenschaftlerinnen Dr. Mandy Laube von der Medizinischen Fakultät und Dr. Claire Fabian vom IZI haben nun ein dreidimensionales Modell der noch nicht fertig ausgebildeten Lunge entworfen. Damit können sie die Entwicklung der Lunge im zeitlichen Verlauf beobachten. Das innovative 3-D-Modell soll künftig die Entwicklung neuer Therapien und Wirkstoffe erleichtern und den Bedarf an Tierversuchen reduzieren. Entwicklung der Lunge per Modell untersuchen Laube hat die ersten Lungenorganoide zunächst mit Hilfe eines Tiermodells generiert und erklärt: „Dies ermöglicht es uns, die biologischen Funktionen der Lungenorganoide mit etablierten Labormodellen, wie primären Zellkulturen und Lungenschnitten oder Tiermodellen, zu vergleichen. Zudem dienen sie uns als Basis, um im nächsten Schritt humane Lungenorganoide herzustellen.“ Sie ergänzt: „Unsere Lungenorganoide sollen die Lunge in ihrer vorgeburtlichen Entwicklung abbilden, damit man die Organreifung untersuchen und die für das frühgeborene Kind lebenswichtigen Funktionen verbessern kann.“ Das Forschungsprojekt wurde mit finanzieller Unterstützung aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung durchgeführt.
Mehr erfahren zu: "Gassen zum BStabG: „Wir werden eine Zäsur in der Versorgung Gesetzlich Krankenversicherter erleben“" Gassen zum BStabG: „Wir werden eine Zäsur in der Versorgung Gesetzlich Krankenversicherter erleben“ Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Gassen, hat das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG) auf der KBV-Vertreterversammlung in Berlin scharf kritisiert.
Mehr erfahren zu: "„Die Praxen müssen die Hoheit über ihre Terminorganisation behalten“" „Die Praxen müssen die Hoheit über ihre Terminorganisation behalten“ Eine Digitalisierung, die Praxen entlastet und die Versorgung verbessert, forderte Dr. Sibylle Steiner, Mitglied des Vorstands der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), auf der KBV-Vertreterversammlung in Berlin am 4. September.
Mehr erfahren zu: "Hofmeister auf der KBV-Vertreterversammlung: „Praxen schaffen Arbeitsplätze und Kaufkraft“" Hofmeister auf der KBV-Vertreterversammlung: „Praxen schaffen Arbeitsplätze und Kaufkraft“ Die volkswirtschaftliche Bedeutung von Arzt-Praxen hat der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Stephan Hofmeister, auf der KBV-Vertreterversammlung in Berlin hervorgehoben.