Lokalisierter Prostatakrebs: Niedrigere Stadien bei größerer Prostata17. Oktober 2024 Eine vergrößerte Prostata (r.) hat offenbar nicht nur Nachteile, wie Forscher herausfanden. Grafik: freshidea – stock.adobe.com US-amerikanische Urologen haben einen erstaunlichen Zusammenhang hergestellt: Eine Vergrößerung der Prostata kann Schutz vor fortgeschrittenen Prostatakrebs-Stadien und positiven Absetzungsändern bieten. Obwohl der chirurgische Eingriff eine Herausforderung darstellt, können den Ergebnissen zufolge bei Patienten mit einem geringen bis mittleren Risiko durchweg günstige onkologische Ergebnisse erzielt werden. Ein großes Prostatavolumen bedeutet normalerweise bei der roboterassistierten Prostatektomie erhebliche Herausforderungen, darunter eingeschränkte Mobilität und Visualisierung. Zain Abedali von der Indiana University School of Medicine in Indianapolis (USA) und seine Coautoren wollten daher die Auswirkung des Prostatavolumens als kontinuierliche Variable auf krebsspezifische Ergebnisse bewerten. Dazu untersuchten die Urologen retrospektiv 3425 Patienten mit lokalisiertem Prostatakrebs, die sich einer roboterassistierten Prostatektomie unterzogen. Sie sammelten eine Reihe präoperativer, operativer und postoperativer Variablen, darunter pathologisches Stadium, Status der Absetzränder und Auftreten eines biochemischen Rezidivs (BCR). Die mediane Nachbeobachtungszeit betrug 52 Monate (Interquartile Range [IQR] 18–95). 37,4% der Patienten hatten ein endgültiges pathologisches Stadium ≥T3, bei 21,2% lagen positive Schnittränder vor und 24,7% der Patienten erlitten ein BCR. Die Prostatagröße war ein signifikanter Prädiktor für alle 3 relevanten Ergebnisse. Eine zunehmende Prostatagröße schützte sowohl vor einem höheren pathologischen Stadium als auch vor positiven Absetzungsrändern (Odds Ratio 0,989 bzw. 0,990; p<0,001). Mit zunehmender Drüsengröße stieg das Risiko von BCR aber geringfügig an (Hazard Ratio 1,006; p<0,001). Diese Ergebnisse waren für Patienten mit Prostatakrebs der Gleason-Gradgruppen 1 und 2 am signifikantesten. (ms) Web: doi.org/10.1002/pros.24743
Mehr erfahren zu: "Zukunftssorgen und schwierigen Lebensbedingungen bremsen Kinderwunsch" Zukunftssorgen und schwierigen Lebensbedingungen bremsen Kinderwunsch Eine Untersuchung des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) zeigt, dass erstmals seit vielen Jahren der Kinderwunsch gesunken ist, da Zukunftssorgen auf Grund globaler Krisen zugenommen haben. Gleichzeitig sind für Kinderwünsche und […]
Mehr erfahren zu: "Gassen zum BStabG: „Wir werden eine Zäsur in der Versorgung Gesetzlich Krankenversicherter erleben“" Gassen zum BStabG: „Wir werden eine Zäsur in der Versorgung Gesetzlich Krankenversicherter erleben“ Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Gassen, hat das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG) auf der KBV-Vertreterversammlung in Berlin scharf kritisiert.
Mehr erfahren zu: "„Die Praxen müssen die Hoheit über ihre Terminorganisation behalten“" „Die Praxen müssen die Hoheit über ihre Terminorganisation behalten“ Eine Digitalisierung, die Praxen entlastet und die Versorgung verbessert, forderte Dr. Sibylle Steiner, Mitglied des Vorstands der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), auf der KBV-Vertreterversammlung in Berlin am 4. September.