Luftverschmutzung erhöht Risiko für Atemwegsinfektionen

Frau auf der Straße muss husten
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Die Auswertung von Daten zu mehr als drei Millionen Erwachsenen in Dänemark ergab: Je höher die Exposition gegenüber Luftschadstoffen, desto größer das Risiko für akute Atemwegsinfektionen und Pneumonien.

Die Untersuchung aus Dänemark zeigt auf, dass eine langfristige Exposition gegenüber Schadstoffen in der Luft nicht nur bei Kindern mit der Entwicklung von akuten Infektionen der unteren Atemwege (ARIs) in Zusammenhang stehen kann, sondern auch bei Erwachsenen. Bislang habe es für diese Altersgruppe nur widersprüchliche und zudem nicht viel Evidenz gegeben, erklären die Wissenschaftler in „Annals of the American Thoracic Society“.

Die Autoren der Studie hatten Daten zu allen erwachsenen Dänen (Alter ≥30 Jahre; n=3.083.227) aus den Jahren 2000–2018 ausgewertet. Diese Daten lieferten Informationen zu einem jeweils ersten Krankenhauskontakt der betreffenden Personen (stationär, ambulant, als Notfall) aufgrund von ALRIs (sowie Pneumonie oder Influenza).

Eine langfristige Exposition gegenüber Luftverschmutzung definierte sich durch die jährlichen Durchschnittskonzentrationen von kleinen Partikeln (Feinstaub mit einem Durchmesser ≤2,5 μm [PM2,5]; Stickstoffdioxid [NO2] und Ruß [BC]). Während der durchschnittlich 16 Jahre andauernden Nachbeobachtung kam es zu 322.035 Fällen neu auftretender ALRIs sowie zu 309.092 Pneumonien und 11.977 Fällen von Influenza.

Die Wissenschaftler ermittelten positive Assoziationen von Luft­verschmutzung und neu aufgetretenen ALRIs, mit HRs von 1,08 (95%-Konfidenzintervall [KI] 1,07–1,09) pro 10 μg/m3 NO2 bzw. 1,07 (95%-KI 1,06–1,08) pro 0,5 10-5∙m-1 BC sowie 1,04 (95%-KI 1,03–1,04) pro 2 μg/m3 PM2,5. Ähnliche Assoziationen beobachtete man für neu aufgetretene Pneumonien, aber kein Zusammenhang mit Influenza. (ac)