Lungen- oder Herz-Lungen-Transplantation bei primärer PAH: Ergebnisse nach einem und fünf Jahren sind vergleichbar3. August 2026 Abbildung/KI-generiert: SpeedShutter/stock.adobe.com Wie aus einer retrospektiven Kohortenstudie hervorgeht, lassen sich bei Patienten mit Pulmonal-arterieller Hypertonie (PAH) mit einer bilateralen Lungentransplantation ähnliche Überlebensraten – beurteilt nach einem und fünf Jahren – erzielen wie mit einer Herz-Lungen-Transplantation. Eingeschlossen in die Analyse unter Nutzung von Daten des Organ Procurement and Transplantation Network hatten Baharan Zarrabian von der Klinik für Pneumologie und Intensivmedizin der Mayo Clinic in Rochester und Kollegen Erwachsene (ab18 Jahre), die sich im Zeitraum 30.06.2004–30.09.2022 wegen einer PAH einer beidseitigen Lungen- oder einer Herz-Lungen-Transplantation unterzogen hatten. Dabei wurden Patienten mit angeborenen oder strukturellen Herzanomalien nicht berücksichtigt. Die Forschenden verglichen in Abhängigkeit von der Art der Transplantation demografische Ausgangsdaten, Begleiterkrankungen und hämodynamische Parameter der Patienten und bezogen den perioperativen Verlauf und das Überleben in die Analyse ein. Den primären Endpunkt stellte die Ein-Jahres-Mortalität dar, sekundärer Endpunkt war die Fünf-Jahres-Mortalität. Beidseitige Lungentransplantation: Höherer Herzindex, geringerer PCWP Von 914 PAH-Patienten unterzogen sich 776 (84,9%) einer bilateralen Lungentransplantation und 138 (15,1%) einer Herz-Lungen-Transplantation. Die Forschenden berichten, dass Patienten nach beidseitiger Lungentransplantation einen höheren Herzindex (2,4 vs. 2,2 l/min/m2; p=0,02) und einen niedrigeren pulmonalkapillären Verschlussdruck (PCWP; 11 vs. 13 mmHg; p<0,001) aufwiesen. Bei diesen Patienten beobachteten die Wissenschaftler häufiger, dass 72 Stunden nach dem Eingriff eine extrakorporale Membranoxygenierung erforderlich war (24,2% vs. 10,8%; p=0,02). Diese Patienten blieben auch häufiger intubiert (43,0 % vs. 23,9 %; p < 0,001). Keine Unterschiede beim Überleben nach einem oder fünf Jahren Hinsichtlich des Überlebens waren die Patienten in beiden Gruppen vergleichbar. Die Herz-Lungen-Transplantation erwies sich als weder nach einem Jahr (adjustierte HR 1,82; 95 %-KI 0,89–3,71; p = 0,10) noch nach 5 Jahren (HR 1,49; 95 %-KI 0,87–2,54; p = 0,14) als mit einer erhöhten Mortalität assoziiert. Diese Ergebnisse, so schreiben die Studienautoren, hätten sich auch in den hämodynamischen Subgruppen bestätigt. (ac)
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