Lungen-Reha: Mäßige Bewegung bringt länger anhaltenden Erfolg3. Juli 2017 © famveldman – Fotolia.com Wie aktiv Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenkrankheit (COPD) nach Absolvieren einer Lungenrehabilitation sind beziehungsweise bleiben, ist unterschiedlich. Bei manchen funktioniert der Transfer des in der Reha Gelernten in den Alltag nicht sehr gut. Sich auf nur leichte körperliche Aktivität zu beschränken und zu fokussieren, könnte eine hilfreiche Strategie sein, um zu verhindern, dass Patienten nach abgeschlossener Reha-Maßnahme wieder zu viel sitzen. Dafür, so betonen die Autoren einer aktuellen Studie, müssen aber bereits – oder zumindest parallel – Verbesserungen in der funktionalen Kapazität der betreffenden Patienten erzielt worden sein oder werden. Die Studienautoren um Erstautor Rafael Mesquita vom Department of Research & Education am CIRO Center of Expertise for Chronic Organ ließen 90 COPD-Patienten (60 % Männer, Durchschnittsalter 67±8 Jahre; mediane 1-Sekunden-Kapazität [FEV1] 47 %pred) ein umfassendes Rehabilitationsprogramm durchlaufen. Um zu messen, wann und wie oft die Probanden saßen oder sich – mäßig oder mit mittlerer oder hoher Intensität (moderate-to-vigorous physical activity [MVPA]) – bewegten, trugen sie triaxiale Bewegungsmesser. Außerdem wurden sowohl vor als auch nach der Lungen-Reha Belastungskapazität, Lebensqualität und Angst- und Depressionssymptome ermittelt. Die Wissenschaftler machten 6 Patientengruppen mit unterschiedlichen Entwicklungen der körperlichen Aktivität beziehungsweise sitzenden Verhaltensweisen aus: Die am häufigsten beobachteten Aktivitätsmuster waren die der guten Responder (mehr Bewegung, weniger Sitzen, 34 %) und die der schlechten Responder (weniger Bewegung, mehr Sitzen, 30 %). Patienten, die gut auf die Reha-Maßnahmen ansprachen, zeigten stärkere Verbesserungen beim 6-Minuten-Gehtest (6MWD) und im Hinblick auf Depressionssymptome (alle p<0,05). Die Studienautoren stellten fest, dass Veränderungen in Bezug auf sitzende Verhaltensweisen und Veränderungen im Hinblick auf leichte körperliche Aktivitäten eng korrelierten (rs=-0,89; p<0,0001). Veränderungen beim 6MWD korrelierten den Wissenschaftlern zufolge mäßig mit Veränderungen bei sitzenden Verhaltensweisen (rs=-0,26), leichten körperlichen Aktivitäten (rs=0,25) und moderater bis starker Bewegung (rs=0,24); alle p<0,05). Autoren: Mesquita R et al. Korrespondenz: Rafael Mesquita, Department of Research & Education, CIRO, Center of Expertise for Chronic Organ Failure, Hornerheide 1, 6085 NM, Horn, Niederlande; [email protected] Studie: Changes in physical activity and sedentary behaviour following pulmonary rehabilitation in patients with COPD Quelle: Respir Med 2017;126:122–129. Web: www.resmedjournal.com
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