Lupusnephritis: Einfluss auf Nierenendothelzellen untersucht

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Forscher der Medical University of South Carolina, USA, haben erstmals den Einfluss von Lupusnephritis auf das genetische Profil von Nierenendothelzellen gezeigt und wie L-Sepiapterin, diese genetischen Profile verändert.

In ihrer Studie zeigten die US-Wissenschaftler erstmals den Einfluss von Lupusnephritis auf das genetische Profil von Nierenendothelzellen und wie L-Sepiapterin, das die eNOS-Funktion verstärkt, diese genetischen Profile verändert. Die neuen Forschungsergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Lupus Science & Medicine“ veröffentlicht.

Schützende Wirkung durch L-Sepiapterin

Im Gesamtergebnis zeigte sich, dass die Exposition von Nierenendothelzellen gegenüber Serum von Patienten mit einem Lupusnephritis-Schub zu einer erhöhten Expression von Genen führte, die mit Entzündungen in Verbindung stehen.

Doch im Gegensatz dazu führte die gleichzeitige Exposition von Nierenendothelzellen gegenüber Serum bei Lupusnephritis-Schub und L-Sepiapterin zu einer verringerten Expression von Genen, die mit oxidativem Stress in Zusammenhang stehen, und einer erhöhten Expression von Genen, die mit der Stickoxidproduktion in Zusammenhang stehen, was auf eine schützende Wirkung hindeutet.

Entzündliche Milieu kontrollieren

„Dieser Forschungsansatz ist insofern neuartig, als er darauf abzielt, das entzündliche Milieu, das Gewebe- und Organschäden verursachen kann, zu kontrollieren. Dabei geht es nicht um die Unterdrückung des Immunsystems, die Menschen anfällig für Infektionen machen kann, sondern um den Einsatz von Arzneimitteln zur Anpassung der natürlichen Zellprozesse, um die Funktion der Endothelzellen wiederherzustellen und so vor Entzündungen zu schützen“, schreiben die Autoren.

Auch Typ-2-Diabetes im Fokus

Sollten sich diese Ergebnisse in Tierstudien mit Lupus-gefährdeten Mäusen bestätigen, wollen die Forscher nach eigenen Angaben als Nächstes eine Proof-of-Concept-Studie am Menschen durchführen. Die Ergebnisse könnten auch Auswirkungen auf den Einsatz von L-Sepiapterin bei anderen Erkrankungen als Lupusnephritis haben, so Erstautorin Dayvia Russell. Eines der durch L-Sepiapterin vermehrten Gene ist bekanntermaßen bei Typ-2-Diabetes in der Niere reduziert. „Dies deutet darauf hin, dass L-Sepiapterin nicht nur bei der Behandlung von Lupusnephritis, sondern auch bei anderen Gefäßerkrankungen und möglicherweise sogar bei Typ-2-Diabetes Potenzial hat“, erklärt Russell.