Mainz: Institut für Mikroskopische Anatomie und Neurobiologie mit neuem Direktor5. November 2018 Prof. Norbert Pfeiffer (l.) und Prof. Ulrich Förstermann (r.), Vorstandsmitglieder der Universitätsmedizin Mainz, begrüßen Prof. Michael Schmeißer. (Foto: Peter Pulkowski, Universitätsmedizin Mainz) Prof. Michael Schmeißer ist seit dem 1. November 2018 Direktor des Instituts für Mikroskopische Anatomie und Neurobiologie der Universitätsmedizin Mainz. Er erforscht schwerpunktmäßig molekulare Zusammenhänge bei Hirnerkrankungen wie Autismus und solchen, die mit Intelligenzminderung einhergehen. „Die Erforschung der Erkrankungen des Gehirns zählt zu den großen medizinischen Herausforderungen unserer Zeit. Um etwa die Alzheimer Erkrankung zu besiegen bedarf es neuer, richtungweisender Ansätze der Behandlung. Erfolgreiche Forschung ist dafür eine zentrale Voraussetzung“, sagte der Vorstandsvorsitzende und Medizinische Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, Prof. Norbert Pfeiffer. „Ich freue mich, dass mit Prof. Dr. Dr. Michael Schmeißer ein ausgewiesener Experte auf dem Feld der molekularen Neurowissenschaften für die Leitung unseres Instituts für Mikroskopische Anatomie und Neurobiologie gewonnen werden konnte. Seine translationale Forschungsausrichtung passt hervorragend in die Universitätsmedizin Mainz.“ Die Forschung Schmeißers zielt unter anderem darauf ab, besser zu verstehen, inwieweit Fehlfunktionen molekularer Signalwege im Gehirn zur Entwicklung neuropsychiatrischer Erkrankungen beitragen. Er möchte in diesem Zusammenhang mit seinem Team in Mainz vor allem die zelltypischen Veränderungen im Gehirn analysieren, die aufgrund der Signalwegveränderungen auftreten. Auch die Rolle des molekularen Aufbaus der Synapsen bei Vorliegen neuropsychiatrischer Erkrankungen wird Gegenstand seiner Forschungen sein. Ursächlich für eine gestörte molekulare Synapsenarchitektur bei solchen Krankheitsbildern sind oftmals Genmutationen. „Wenn wir im Detail verstehen, wie sich bestimmte Genmutationen auf die molekulare Anatomie der synaptischen Verbindungen zwischen den Nervenzellen auswirken, dann bringt diese Erkenntnis das Potenzial, fehlerhafte synaptische Verbindungen zu korrigieren“, erklärte Schmeißer. Des Weiteren will er die translationale Erforschung seltener neuronaler Entwicklungsstörungen vorantreiben. „Translationales und interdisziplinäres Arbeiten sind mir ein großes Anliegen. Beides wird an der Universitätsmedizin Mainz großgeschrieben. So wird etwa im Forschungszentrum Translationale Neurowissenschaften (FTN) der Netzwerkgedanke auf dem Gebiet biomedizinischer Forschung aktiv gelebt, denn es werden Expertisen aus verschiedensten Bereichen der Grundlagenforschung und der klinischen Forschung gebündelt“, sagte der gebürtige Allgäuer. „Besonders attraktiv ist auch die Einbindung der Universitätsmedizin Mainz in das Rhine-Main Neuroscience Network (rmn²). Dieses bietet die erfolgversprechende Chance, innovative Fragestellungen in Verbundprojekten gemeinsam mit den Partneruniversitäten Frankfurt und Darmstadt zu bearbeiten.“
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