Malasseziafollikulitis: Ketoconazol wirkt zuverlässig23. Juli 2018 © Zerbor – fotolia.com Bei der Malasseziafollikulitis (Pityrosporumfollikulitis) handelt es sich um chronische Entzündungen der Haarfollikel durch Hefepilze. Die Eruptionen treten häufig im Gesicht oder dem oberen Teil des Rumpfes auf und werden häufig mit einer Acne vulgaris verwechselt, mit der diese Krankheit auch parallel auftreten kann. US-amerikanische Dermatologen haben in einer aktuellen Untersuchung die Risikofaktoren der Malasseziafollikulitis charakterisiert sowie das klinische Erscheinungsbild und das Behandlungsansprechen evaluiert. Anlässlich der Studie wurde eine retrospektive Überprüfung der Krankenakten aller Patienten im Alter von 0 bis 21 Jahre durchgeführt, die zwischen 2010 und 2015 an der betreffenden Klinik mit Malasseziafollikulitis diagnostiziert wurden; die Diagnosen wurden mittels Kaliumhydroxid-Lösung gesichert. Von den 110 qualifizierten Patienten hatten mehr als 75 % eine kürzlich mit Antibiotika behandelte Akne; 65 % der Patienten litten unter Pruritus. Die klinische Untersuchung zeigte zahlreiche 1 bis 2 mm große, monomorphe Papeln und Pusteln, die sich typischerweise auf der Stirn, im Haaransatz sowie auf dem oberen teil des Rückens präsentierten. Die am häufigsten in Anspruch genommene Therapie war die Anwendung eines Shampoos mit Ketoconazol, wodurch es in den allermeisten Fällen zu einer Verbesserung des Krankheitsbildes oder dessen völligem Verschwinden kam. Einige Patienten benötigten darüber hinaus orale Azol-Antimykotika. Die Autoren schränken die Aussagekraft der Studie aufgrund des retrospektiven Designs ein; eine weitere Schwäche der Untersuchung lag bei der Beschreibung und Interpretation der klinischen Erscheinungen sowie der Kaliumhydroxid-Präparationen. Außerdem kam kein standardisiertes Bewertungsschema zum Einsatz. Im Gegensatz zur klassischen Acne vulgaris kommt es nach Einsatz von Antibiotika häufiger zur Malasseziafollikulitis, die aber mit den beschriebenen antifugalen Therapien gut in den Griff zu kriegen ist.
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