MASLD: Drei Gesellschaften veröffentlichen gemeinsame Leitlinie28. Januar 2025 © motortion – stock.adobe.com (Symbolbild) Die metabolische dysfunktionsassoziierte steatotische Lebererkrankung MASLD (früher Nichtalkoholische Fettlebererkrankung [NAFLD]) ist definiert als SLD bei Vorliegen ≥1 kardiometabolischen Risikofaktor ohne schädlichen Alkoholkonsum. Das Spektrum der MASLD umfasst Steatose, MASH, Fibrose, Zirrhose und MASH-bedingtes HCC. Nun haben die EASL (European Association for the Study of the Liver), EASD (European Association for the Study of Diabetes) und die EASO (European Association for the Study of Obesity) eine gemeinsame Leitlinie zu Definition, Prävention, Screening, Diagnose und Behandlung der MASLD erstellt und publiziert. Bei Personen mit kardiometabolischen Risikofaktoren, abnormen Leberenzymwerten und/oder radiologischen Anzeichen einer Lebersteatose, vor allem bei Typ-2-Diabetes (T2D) oder Adipositas mit zusätzlichen metabolischen Risikofaktoren sollten nichtinvasive Tests zum Nachweis einer MASLD mit Leberfibrose angewandt werden. Ein schrittweiser Ansatz, bei dem blutbasierte Scores (wie FIB[Fibrose]-4) und anschließende bildgebende Verfahren (wie die transiente Elastographie) eingesetzt werden, sei geeignet, eine fortgeschrittene Fibrose auszuschließen bzw. zu erkennen. Bei MASLD-Patienten werden eine Änderung des Lebensstils (Gewichtsabnahme, Ernährungsumstellung, körperliche Betätigung, Alkoholabstinenz) sowie ein Management von Begleiterkrankungen, einschließlich der Verwendung von Inkretin-basierten Therapien (Semaglutid, Tirzepatid) für T2D oder Adipositas, empfohlen. Ebenso ist die bariatrische Chirurgie eine Option für Personen mit MASLD und Adipositas. Zudem sollte für Erwachsene mit nichtzirrhotischer MASH und signifikanter Leberfibrose (Stadium ≥2) eine gezielte MASH-Behandlung mit Resmetirom erwogen werden. Resmetirom weist eine histologische Wirksamkeit bei Steatohepatitis und Fibrose mit einem akzeptablen Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil auf. Für das zirrhotische Stadium konnte noch keine spezielle MASH-Pharmakotherapie festgelegt werden. Aktuell umfasst die Therapie einer MASH-bedingten Zirrhose Anpassungen der Stoffwechselmedikamente, Überwachung auf portale Hypertension und HCC, eine Ernährungsberatung und wenn nötig eine Lebertransplantation. (je) Autoren: Tacke F et al Korrespondenz: Frank Tacke; [email protected] Studie: EASL-EASD-EASO Clinical Practice Guidelines on the management of metabolic dysfunction-associated steatotic liver disease (MASLD) Quelle: J Hepatol 2024;81(3):492–542. Web: https://doi.org/10.1016/j.jhep.2024.04.031
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