MASLD erhöht das Sterberisiko aufgrund verschiedener Erkrankungen26. März 2025 Fettleber (Abbildung: © Sebastian Kaulitzki/stock.adobe.com) Eine umfassende Untersuchung von Forschenden des Karolinska Institutet (Schweden) zeigt, dass Menschen mit Fettleber eine fast doppelt so hohe Sterblichkeitsrate aufweisen wie die Allgemeinbevölkerung. Laut der Studie besteht ein erhöhtes Risiko nicht nur dafür, an anderen Lebererkrankungen zu versterben, sondern auch an Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Schätzungen zufolge leidet in Schweden jeder Fünfte an einer MASLD (Metabolic Dysfunction-Associated Steatotic Liver Disease), weltweit könnte es sogar jeder Vierte sein. „Viele Menschen sind sich ihrer Fettlebererkrankung nicht bewusst, da sie in frühen Stadien selten Symptome verursacht“, sagt Axel Wester, Assistenzprofessor an der Medizinischen Fakultät des Karolinska Institutet in Huddinge und Arzt am Karolinska Universitätskrankenhaus. „Unsere Studie zeigt, dass Menschen mit einer Fettlebererkrankung ein erhöhtes Risiko haben, an vielen verschiedenen Krankheiten zu sterben, nicht nur an Lebererkrankungen.“ Die Forscher identifizierten alle Patienten, bei denen zwischen 2002 und 2020 in Schweden eine Fettlebererkrankung diagnostiziert wurde – insgesamt mehr als 13.000 Patienten – und analysierten ihr Sterberisiko an verschiedenen Ursachen im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung. Die Gesamtsterblichkeitsrate für Menschen mit einer Fettlebererkrankung war fast doppelt so hoch. Das Risiko war für fast alle untersuchten Todesursachen erhöht, insbesondere jedoch für Todesfälle durch Lebererkrankungen (27-mal höhere Sterblichkeit) und Leberkrebs (35-mal höhere Sterblichkeit). Die häufigsten Todesursachen waren jedoch Herz-Kreislauf-Erkrankungen und eine nicht die Leber betreffende Krebserkrankung mit um 54 beziehungsweise 47 Prozent höheren Sterblichkeitsraten. Ganzheitlicher Ansatz Menschen mit MASLD hatten zudem ein erhöhtes Risiko, an Infektionen, Magen-Darm- oder Atemwegserkrankungen, endokrinen Erkrankungen oder äußeren Ursachen zu versterben, nicht jedoch an psychischen Erkrankungen. „Es ist wichtig, dass wir uns bei der Behandlung von Patienten mit Fettlebererkrankung nicht nur auf die Leber konzentrieren“, sagt Hannes Hagström, außerordentlicher Professor an der Medizinischen Fakultät des Karolinska Institutet in Huddinge und Oberarzt am Karolinska-Universitätskrankenhaus. „Ein ganzheitlicher Ansatz und eine frühzeitige Intervention unter Einbeziehung verschiedener medizinischer Fachrichtungen können entscheidend sein, um die Prognose dieser Patienten zu verbessern.“
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