MASLD: Selbst niedrigerer Alkoholkonsum mit erhöhter Leberfibroserate assoziiert18. März 2025 © Davide Angelini – stock.adobe.com (Symbolbild) Spanische Forschende haben bei Personen mit metabolischer dysfunktionsassoziierter Steatotischer Lebererkrankung (MASLD) die Auswirkungen verschiedener Alkoholkonsummengen auf den Schweregrad einer bestehenden SLD und ihre Wechselwirkung mit metabolischen Komorbiditäten untersucht. Selbst bei mäßigem Alkoholkonsum zeigte sich dabei eine supraadditive Wirkung mit metabolischen Risikofaktoren und ein exponenziell erhöhtes Leberfibrose-Risiko. Die bevölkerungsbasierte Studie basierte auf transienten Elastographiedaten von Teilnehmern in Spanien (Ableitungskohorte) und den USA (Validierungskohorte). Ein kontrollierter Dämpfungsparameter ≥275 dB/m diente als Definition einer SLD. Es war ≥1 kardiometabolischer Risikofaktor erforderlich, um eine MASLD zu definieren. Bei Patienten mit MASLD wurden durchschnittlich 5–9 Getränke/Woche als niedriger Alkoholkonsum definiert, ein mäßiger Konsum als 10–13 Getränke/Woche bei Frauen und 10–20 Getränke/Woche bei Männern. Ein erhöhter Alkoholkonsum (MetALD) war generell als Konsum von 14–35 Getränke/Woche bei Frauen und 21–42 Getränke/Woche bei Männern festgelegt. Eine signifikante Fibrose definierten die Forschenden als eine Lebersteifigkeit ≥8 kPa und das Risiko einer MASH als ein FAST-Score ≥0,35. Die Ableitungskohorte umfasste 2227 Personen mit MASLD (9% berichteten über geringen, 14% über mäßigen Alkoholkonsum) und 76 Fälle mit MetALD. Die Gesamtprävalenz von signifikanter Fibrose und dem Risiko einer metabolischen dysfunktionsassoziierten Steatohepatitis (MASH) betrug 7,6 bzw. 14,8%. In der multivariablen Analyse war der Alkoholkonsum unabhängig mit einer Fibrose und einer MASH-Risikoprävalenz assoziiert. Ein dosisabhängiger Anstieg der Prävalenz von signifikanter Fibrose und MASH-Risiko wurde zwischen der Anzahl der Getränke/Woche und der Anzahl der kardiometabolischen Faktoren beobachtet. Die Validierungskohorte umfasste 1732 Teilnehmer mit MASLD, von denen 17% eine signifikante Fibrose und 13% ein MASH-Risiko aufwiesen. Fazit Diese Kohorte bestätigte den Zusammenhang zwischen moderatem Alkoholkonsum und MASLD mit Progressionsrisiko (OR 1,69; 95%-KI 1,06–2,71). Ein mäßiger Alkoholkonsum wurde häufig bei Menschen mit MASLD beobachtet und hob das Risiko einer fortgeschrittenen Erkrankung auf ein ähnliches Niveau wie bei Personen mit MetALD an. (bi) Autoren: Marti-Aguado D et al. Korrespondenz: Ramon Bataller; [email protected] Studie: Low-to-moderate alcohol consumption is associated with increased fibrosis in individuals with metabolic dysfunction-associated steatotic liver disease Quelle: J Hepatol 2024;81(6):930–940. Web: https://doi.org/10.1016/j.jhep.2024.06.036
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