Mehr als Apparatemedizin: Intensivstation öffnet Türen für Besucher24. Mai 2019 In kaum einen Bereich ist die Betreuung der Patienten durch Ärzte und Pflegekräfte engmaschiger und direkter sowie die Überwachung kontinuierlicher gewährleistet als auf einer Intensivstation. Zum Aktionstag am 25. Mai können sich Besucher davon selbst überzeugen., Foto: Stefan Straube / UKL Über die Arbeit auf einer Intensivstation des UKL können sich am Sonnabend, 25. Mai, Patienten, Angehörige und Besucher informieren und mit Ärzten und Pflegenden ins Gespräch kommen. Anlass ist der “Nationale Aktionstag Intensivmedizin” der Kampagne “Zurück ins Leben”. Die Initiatoren möchten vor allem zeigen, dass die Intensivmedizin keine rein abstrakte Apparatemedizin ist, sondern der Mensch und seine Wünsche und Bedürfnisse im Fokus stehen. Jahr für Jahr werden in Deutschland tausende Menschen intensivmedizinisch behandelt. Für die meisten entwickelt sich der Krankheitsverlauf positiv – sie finden den Weg “Zurück ins Leben”. Viele denken jedoch beim Begriff Intensivmedizin sogleich an “Gefahr”, an “Leiden und Sterben” und an “Apparatemedizin” statt “Mensch-zu-Mensch-Kontakt”. Tatsächlich gibt es jedoch kaum einen Bereich, in dem die Betreuung der Patienten durch Ärzte und Pflegekräfte engmaschiger und direkter sowie die Überwachung kontinuierlicher gewährleistet ist. Beim Aktionstag erfahren die Besucher Wissenswertes über die Intensivmedizin sowie die Ausstattung und das Team auf einer Intensivstation. In einem speziellen Behandlungsraum wird die intensivmedizinische Betreuung eines Patienten simuliert. Die Mitglieder des “Intensiv-Teams” stellen sich und ihre Aufgaben vor und zeigen eine Auswahl modernster medizintechnischer Apparate für die Versorgung schwerstkranker Patienten. “Wir möchten mit den Menschen ins Gespräch kommen und das gesamte Spektrum einer Intensivstation vorstellen”, sagt PD Dr. Sven Laudi, Leitender Oberarzt Intensivmedizin an der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie des UKL. “Eine Intensivstation ist eben nicht nur eine hochtechnisierte Einheit innerhalb des Klinikums. Wir werden zeigen, wie unsere Mitarbeiter individuell auf den Patienten und seine Bedürfnisse eingehen.” Die Kampagne “Zurück ins Leben” ist eine Initiative der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin und des Berufsverbandes Deutscher Anästhesisten. Schirmherr ist Helge Braun, Chef des Bundeskanzleramts, welcher selbst ein erfahrener Anästhesist und Intensivmediziner ist.
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