Mehr kurative Therapie bedeutet Rückgang der Mortalität bei lokal fortgeschrittenem Prostatakrebs5. November 2020 Prostatakrebs (Symbolbild). Grafik: ©SciePro – stock.adobe.com Die in randomisierten Studien beobachteten Vorteile der kurativen Therapie von Prostatakrebs (PCa) können offenbar auch in der Praxis erzielt werden. Dies schließen schwedische Urologen aus den Ergebnissen einer bevölkerungsbasierten Kohortenstudie. Die Autoren untersuchten die PCa-Datenbank Schwedens mit 20.350 Männern, bei denen zwischen 2000 und 2016 ein lokal fortgeschrittenes PCa diagnostiziert wurden, definiert als klinisches lokales Stadium T3/T4, M0, Mx und PSA-Spiegel <100 ng/ml. Die kumulative PCa-Mortalität wurde anhand einer konkurrierenden Risikoanalyse aller Männer mit lokal fortgeschrittenem PCa untersucht, einschließlich der Männer, die sich keiner radikalen Behandlung unterzogen hatten. Eine multivariate Regressionsanalyse, einschließlich Prognosefaktoren, wurde verwendet, um HRs für alle Ursachen und PCa-spezifische Todesfälle zu berechnen. Der Anteil der Männer, die mit primärer radikaler Strahlentherapie (n=4174) oder Prostatektomie (n=1210) behandelt wurden, stieg von 15 % in den Jahren 2000–2003, über 25 % in den Jahren 2004–2007 und 33 % in den Jahren 2008–2011 auf 43 % in den Jahren 2012–2016. Die entsprechende 5-Jahres-PCa-Mortalität verringerte sich bei allen Männern von 19 %, 18 % und 17 % auf 15 %, wobei der stärkste Rückgang bei Männern im Alter von 65–74 Jahren von 16 % auf 8 % zu verzeichnen war. Das Risiko einer PCa-Mortalität bei Männern unter 80 Jahren war im letzten Zeitraum niedriger als im ersten Zeitraum, mit einer HR von 0,65 (95 %-KI 0,56–0,76) in der multivariaten Analyse. „Die Verdreifachung des Einsatzes radikaler Behandlungen ging mit einer leichten Abnahme der PCa-Mortalität bei allen Männern mit neu diagnostiziertem lokal fortgeschrittenen PCa einher“, resümieren die Wissenschaftler. Bei Männern im Alter von 65–74 Jahren verringerte sich das relative Risiko eines PCa-Todes um die Hälfte. (ms) Publikation: Orrason AW et al. BJU Int 2020 Jul;126(1):142–151.
Mehr erfahren zu: "Prostatakrebs: STAMPEDE-Analyse zeigt Einfluss von Metastasierungsvolumen und Nodalstatus" Weiterlesen nach Anmeldung Prostatakrebs: STAMPEDE-Analyse zeigt Einfluss von Metastasierungsvolumen und Nodalstatus Eine Post-hoc-Analyse von fünf Studien der STAMPEDE-Plattform (Systemic Therapy in Advancing or Metastatic Prostate Cancer: Evaluation of Drug Efficacy) zeigt, wie verschiedene PSA-Nadir-Werte während der Behandlung mit dem Gesamtüberleben zusammenhängen.
Mehr erfahren zu: "Sacituzumab Govitecan plus Pembrolizumab als perioperative Therapie bei muskelinvasivem Blasenkrebs" Weiterlesen nach Anmeldung Sacituzumab Govitecan plus Pembrolizumab als perioperative Therapie bei muskelinvasivem Blasenkrebs Die perioperative Gabe von Sacituzumab Govitecan plus Pembrolizumab bei Patienten mit muskelinvasivem Blasenkrebs hat in einer aktuellen Studie eine vielversprechende Gesamtansprechrate (ORR) ohne Nebenwirkungen des Grades 4 oder höher gezeigt. […]
Mehr erfahren zu: "Muskelinvasiver Blasenkrebs: Kombinationstherapie ermöglicht Blasenerhalt" Weiterlesen nach Anmeldung Muskelinvasiver Blasenkrebs: Kombinationstherapie ermöglicht Blasenerhalt Die Kombination aus Ipilimumab und Nivolumab gefolgt von einer Radiochemotherapie (CRT) kann bei muskelinvasivem Blasenkrebs (MIBC) eine wirksame blasenerhaltende Behandlung darstellen.