Mehr Zweitmalignome nach Brachytherapie als nach radikaler Prostatektomie5. September 2024 Bei der Brachytherapie werden radioaktive Seeds in die Prostata eingesetzt. Grafik: Pepermpron – stock.adobe.com In einer aktuellen Studie traten Zweitmalignome im Becken bei Prostatakrebs-Patienten nach Brachytherapie häufiger auf als nach radikaler Prostatektomie (RP). Die Daten waren für Alter, Postprostatektomie-Strahlentherapie und Raucherstatus adjustiert. Das Autorenteam um Scott Tyldesley von der British Columbia Cancer Agency in Vancouver (Kanada) betrachteten in einer retrospektiven Analyse Patienten, die von 1999 bis 2010 in British Columbia mit niedrig dosierter Iod-125-Brachytherapie und RP behandelt wurden. Insgesamt waren dies 2378 Brachytherapie- und 9089 RP-Patienten. Das Durchschnittsalter betrug 66 Jahre (IQR 61–71) bzw. 63 Jahre (IQR 58–67). Die mediane Nachbeobachtungszeit bis zum Auftreten des Ereignisses oder der Zensur betrug 14 Jahre (IQR 11,5–17,3). Die Kaplan-Meier-Schätzungen für Zweitmalignome im Becken nach 15 und 20 Jahren lagen bei 6,4% bzw. 9,8% nach Brachytherapie und bei 3,2% bzw. 4,2% nach RP. Die Zeit bis zum Auftreten eines Zweitmalignoms und die Zeit bis zum Tod durch Zweitmalignom unterschieden sich nicht signifikant (p>0,05). In der multivariablen Cox-Analyse war die Brachytherapie im Vergleich zur Operation ein unabhängiger Faktor für Zweitmalignome im Becken allgemein (HR 1,81; 95%-KI 1,45–2,26; p<0,001) und für invasive Zweitmalignome (HR 2,13; 95 %-KI 1,61–2,83; p<0,001). Höheres Alter und Rauchen waren ebenfalls mit höheren Ereignisschätzungen verbunden (p<0.001). (ms)
Mehr erfahren zu: "OTH Regensburg bringt Beckenbodenforschung aus der Tabuzone" OTH Regensburg bringt Beckenbodenforschung aus der Tabuzone Millionen Frauen sind betroffen, doch die Forschung hinkt hinterher: Ein Team der OTH Regensburg untersucht erstmals systematisch, wie der Beckenboden im Alltag belastet wird und wie er darauf reagiert. Die […]
Mehr erfahren zu: "Neoadjuvante Therapie vor Zystektomie: TAR-200 plus Cetrelimab überzeugt in Primäranalyse" Weiterlesen nach Anmeldung Neoadjuvante Therapie vor Zystektomie: TAR-200 plus Cetrelimab überzeugt in Primäranalyse Die Hinzunahme eines Gemcitabin abgebenden Systems in Kombination mit dem Checkpoint-Inhibitor Cetrelimab hat als neoadjuvante Therapie bei Patienten mit muskelinvasivem Blasenkrebs (MIBC) bessere Erfolge erzielt als Cetrelimab allein.
Mehr erfahren zu: "Reddit-Beiträge könnten bislang unbekannte Nebenwirkungen aufdecken" Weiterlesen nach Anmeldung Reddit-Beiträge könnten bislang unbekannte Nebenwirkungen aufdecken Millionen Nutzerinnen und Nutzer tauschen sich weltweit im Interforum Reddit aus. Einer aktuellen US-Studie zufolge, verstecken sich in den Beiträgen womöglich auch nützliche Hinweise auf bislang unbekannte Nebenwirkungen von Medikamenten, […]