Mehrzahl von Studien zu akuten Nierenschäden kranken an Nichtverwendung von Standarddefinitionen21. Juli 2021 Abbildung: © Romario Ien/stock.adobe.com In einem neuen Artikel berichten Forschende, dass von 174 Studien zu akuter Nierenschädigung die Definitionen der Kidney Disease Improving Global Outcomes (KDIGO) uneinheitlich verwendet wurden und dass bei 80 Prozent der Arbeiten die Wiederherstellung der Nierenfunktion nicht definiert war. Die KDIGO-Definition von akuter Nierenschädigungen werde sowohl in der klinischen Praxis als auch in der Forschung verwendet, wenn es um die Epidemiologie akuter Nierenschäden gehe, schreiben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Die von ihren durchgeführte Literaturdurchsicht zeigte, dass es an Transparenz in Bezug darauf mangelt, wie Forschende diese Definition anwenden. Die Literaturdurchsicht anhand der Datenbanken Medline und Embase hatte 174 Studien ergeben, die die Einschlusskriterien erfüllten. Die KDIGO-Definition wurde uneinheitlich angewendet und die Methoden der Anwendung waren schlecht beschrieben. 58 (33%) der Arbeiten gaben keine Definition der Bestimmung des Ausgangskreatininwertes an und in nur 34 (20%) wurde die Wiederherstellung der Nierenfunktion definiert. Von 55 in das Expertengremium Eingeladenen nahmen 35 Befragte an Runde 1 und 25 an Runde 2 des Delphi-Prozesses teil. Ein gewisser Konsens wurde in den Bereichen erzielt, in denen es um die Definition von Baseline Ausgangskreatininwertes ging sowie darum, welche Patientinnen und Patienten von der Analyse routinemäßig erhobener Labordaten ausgeschlossen werden sollten und wie eine persistierende chronische Nierenerkrankung oder eine Nichterholung von einer akuten Nierenschädigung definiert werden sollte.
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