Melanom: mRNA-Vakzine plus Pembrolizumab wirkt gegen Rezidive und Fernmetastasen20. August 2026 Bild: ©magele-picture – stock.adobe.com Eine mRNA-basierte, individualisierte Neoantigentherapie (INT), die von MSD und Moderna gemeinsam entwickelt wird, hat in der Phase-III-Studie INTerpath-001 (NCT05933577) in Kombination mit Pembrolizumab den Unternehmen zufolge zwei Endpunkte erreicht. Demnach führte Intismeran Autogene (Intismeran; V940 oder mRNA-4157) kombiniert mit Pembrolizumab bei Patienten mit vollständig reseziertem Melanom im Stadium IIB-IV zu signifikanten Verbesserungen des rezidivfreien Überleben (RFS) und der Fernmetastasen-freien Überleben (DMFS). Intismeran wird anhand einer Tumorprobe des Patienten entwickelt und hergestellt, um die einzigartige Mutationssignatur, den „Fingerabdruck“, des Tumors zu identifizieren und eine Antitumor-Immunantwort auszulösen. Jede Therapie besteht aus einer synthetischen mRNA, die für bis zu 34 Neoantigene kodiert und auf die individuelle Biologie des Tumors des jeweiligen Patienten zugeschnitten ist, um spezifische T-Zell-Antworten gegen Krebszellen zu generieren. In die Studie wurden 1137 Patienten eingeschlossen, die nach vollständiger chirurgischer Resektion im Verhältnis 2:1 randomisiert wurden und entweder Intismeran (1 mg alle drei Wochen für bis zu 9 Dosen) und Pembrolizumab (400 mg alle 6 Wochen für bis zu 9 Zyklen [für etwa ein Jahr]) oder Pembrolizumab allein erhielten. Die Behandlungsdauer betrug etwa ein Jahr bis zum Auftreten eines Rezidivs oder inakzeptabler Toxizität oder bis zu einer Gesamtbehandlungsdauer von maximal etwa 56 Wochen, je nachdem, welches Ereignis zuerst eintrat. Daten sollen bald auf einer Konferenz präsentiert werden Die Unternehmen planen, die Daten auf einer bevorstehenden internationalen medizinischen Konferenz zu präsentieren und mit den Zulassungsbehörden über die Zulassungsanträge für Intismeran Autogene in Kombination mit Pembrolizumab zu sprechen. Laut MSD und Moderna handelt es sich um das erste positive Ergebnis einer Phase-III-Studie für eine INT und eine mRNA-basierte Krebstherapie. Zudem sei es die erste Phase-III-Studie, die eine klinisch relevante Verbesserung versus Pembrolizumab allein in der adjuvanten Therapie von Patienten mit reseziertem Melanom nachweise. Die Sicherheitsprofile von Intismeran und Pembrolizumab in dieser Studie entsprachen denen aus zuvor veröffentlichten Studien zu dieser Kombination; es wurden keine neuen Sicherheitssignale beobachtet. INTerpath-Programm untersucht auch andere Tumorarten Das INTerpath-Programm untersucht die Sicherheit und Wirksamkeit von Intismeran in Kombination mit Pembrolizumab und anderen Krebstherapien sowie als Monotherapie. Es umfasst derzeit 9 klinische Studien der Phasen II und III für verschiedene Tumorarten und Krankheitsstadien, darunter das Melanom, das Nichtkleinzellige Lungenkarzinom (NSCLC), Blasenkrebs und das Nierenzellkarzinom. Zu weiteren klinischen Studien zählen die Phase-IIb-Studie KEYNOTE-942/mRNA-4157-P201 zur adjuvanten Therapie des Melanoms sowie eine Phase-I-Studie zur adjuvanten Therapie des duktalen Adenokarzinoms der Bauchspeicheldrüse, zur perioperativen Therapie des Magenkarzinoms bzw. des NSCLC. Die gestern veröffentlichten Ergebnisse der Phase III bauen auf den zuvor berichteten Ergebnissen der Phase IIb-Studie KEYNOTE-942/mRNA-4157-P201 mit Intismeran in Kombination mit Pembrolizumab auf. Dazu gehören auch die auf dem ASCO Annual Meeting 2026 präsentierten 5-Jahres-Follow-up-Daten. In dieser Studie zeigte die Kombination versus Pembrolizumab allein eine Risikoreduktion von 49 Prozent für ein Rezidiv oder den Tod (HR 0,51; 95%-KI 0,294–0,887) und eine Risikoreduktion von 59 Prozent für Fernmetastasen oder den Tod (HR 0,411; 95%-KI 0,200–0,843). Mehr zum Melanom: Immuntherapie: Erstes orales Mikrobiom-basiertes Nanomedikament als Booster Umgestaltetes Darmmikrobiom kann Nanopartikel-basierte Chemotherapien verstärken
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