Metaanalyse untersucht psychologische Therapien bei Reizdarmsyndrom7. Januar 2021 © loreanto – stock.adobe.com (Symbolbild) Zwar empfehlen nationale britische Richtlinien psychologische Therapien für die Behandlung des RDS, aber ihre relative Wirksamkeit ist aufgrund fehlender Head-to-head-Studien noch unbekannt. Um diese Unsicherheit aufzulösen, wurde daher eine systematische Metaanalyse erstellt. Fachliteratur wurde bis Januar 2020 nach randomisierten kontrollierten Studien (RCT) durchsucht, in denen die Wirksamkeit psychologischer Therapien bei RDS-Patienten im Vergleich zueinander oder zu einer Kontrollintervention bewertet wurde. Die gesammelten Daten wurden mithilfe eines Zufallswirkungsmodells gepoolt. Die Wirksamkeit wurde als gepooltes RR für das Verbleiben von Symptomen angegeben, mit einem 95%-KI, um die Wirksamkeit jedes getesteten Vergleichs zusammenzufassen. Schließlich wurde jede Therapie gemäß ihres p-Scores eingestuft. Es wurden 41 infrage kommende RCT mit 4072 Teilnehmern identifiziert. Nach Abschluss der Therapie lag unter den wirksamen psychologischen Interventionen auf Platz 1 mit der größten Anzahl von Studien und rekrutierten Patienten eine selbst verabreichte oder minimale kognitive Verhaltenstherapie (CBT) (RR 0,61; 95%-KI 0,45–0,83; p-Score 0,66). Sie wurde von einer direkten CBT von Angesicht zu Angesicht (RR 0,62; 95%-KI 0,48–0,80; p-Score 0,65) und einer sich auf den Darm konzentrierenden Hypnosetherapie (RR 0,67; 95%-KI 0,49–0,91; p-Score 0,57) gefolgt. In Studien, die nur Patienten mit refraktären Symptomen rekrutierten, waren die Gruppen-CBT und eine auf den Darm gerichtete Hypnosetherapie wirksamer als eine Aufklärung oder Routineversorgung. Zudem waren eine CBT per Telefon, ein Notfallmanagement, eine CBT über das Internet und eine dynamische Psychotherapie deutlich erfolgreicher als die Routineversorgung. Fazit Damit können beim RDS mehrere psychologische Therapien wirksam sein, obwohl keine der Therapien einer anderen direkt überlegen ist. CBT-basierte Interventionen und Hypnosetherapien seien derzeit am wirksamsten, so die Autoren. (je) Autoren: Black CJ et al. Korrespondenz: Alexander C. Ford; [email protected] Studie: Efficacy of psychological therapies for irritable bowel syndrome: systematic review and network meta-analysis Quelle: Gut 2020;69(8):1441–1451. Web: https://doi.org/10.1136/gutjnl-2020-321191
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