Metabolisches Syndrom: Zeitlich eingeschränkte Ernährung kann die Gesundheit verbessern8. Oktober 2024 Foto: © dizain/stock.adobe.com Forscher der University of California San Diego School of Medicine, USA, fanden heraus, dass intermittierendes Fasten die Gesundheit von Patienten mit metabolischem Syndrom und Prädiabetes verbessern könnte. Die Studie TIMET zeigte Verbesserungen bei wichtigen Markern für die kardiometabolische Gesundheit, einschließlich Blutzucker und Cholesterin, sowie niedrigere Hämoglobin-A1c-Werte. „Das metabolische Syndrom, insbesondere in Verbindung mit Prädiabetes, stellt einen kritischen Wendepunkt dar, an dem das Risiko für die Entwicklung von Typ-2-Diabetes und Herzerkrankungen stark ansteigt“, kommentiert Prof. Pam Taub, Co-Autorin der Studie. Die Studie sei nach Angaben der Forscher die erste, die die Vorteile eines individuell angepassten, zeitlich begrenzten Essensplans bei Patienten untersucht, die Medikamente gegen das metabolische Syndrom einnehmen. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Annals of Internal Medicine“ veröffentlicht. Verlauf der Studie In der Studie wurden 108 erwachsene Patienten mit metabolischem Syndrom nach dem Zufallsprinzip entweder in eine Gruppe mit zeitlich begrenzter Ernährung oder in eine Kontrollgruppe eingeteilt. Beide Gruppen erhielten weiterhin die Standardbehandlungen und wurden zu mediterraner Ernährung beraten. Alle Teilnehmer protokollierten ihre Mahlzeiten mit einer am Salk Institute entwickelten mobilen App, die dann von den Forschern der Studie überprüft wurde. Für die Gruppe mit zeitlich eingeschränktem Essverhalten wurden die Protokolle an die Essgewohnheiten, Schlaf-/Wachzeiten und persönlichen Verpflichtungen der einzelnen Teilnehmer angepasst. Das daraus resultierende Programm sah vor, dass jeder Teilnehmer sein Essenszeitfenster auf 10 Stunden pro Tag reduzierte, die mindestens eine Stunde nach dem Aufwachen begannen und mindestens drei Stunden vor dem Schlafengehen endeten. Verbesserungen der Herzgesundheit Nach drei Monaten zeigten die Patienten, die das zeitlich eingeschränkte Essensprogramm absolviert hatten, signifikante Verbesserungen bei wichtigen Indikatoren für die Herzgesundheit. Der Rückgang war ähnlich groß wie bei intensiveren Maßnahmen im Rahmen des Nationalen Diabetes-Präventionsprogramms. „Unser Körper verarbeitet Zucker und Fette je nach Tageszeit sehr unterschiedlich“, erklärt Prof. Satchidananda Panda, Mitautor der Studie. „Durch zeitlich begrenztes Essen greifen wir auf die natürliche Weisheit des Körpers zurück und machen uns seine täglichen zirkadianen Rhythmen zunutze, um den Stoffwechsel wiederherzustellen und die Gesundheit zu verbessern“, fügt er hinzu. Laut Panda ermöglicht eine zeitlich begrenzte Ernährung (alle Kalorien werden innerhalb eines konstanten 10-Stunden-Fensters verzehrt) den Menschen, sich so zu ernähren, dass ihre zirkadianen Rhythmen und ihre Gesundheit unterstützt werden. Die zeitlich begrenzte Ernährung wurde auch mit einer Verringerung des Körpergewichts, des Body-Mass-Index (BMI) und des abdominalen Stammfetts in Verbindung gebracht. Eine wichtige Feststellung sei auch, dass die Teilnehmer keinen nennenswerten Verlust an fettfreier Muskelmasse erlitten, was bei einer Gewichtsabnahme oft ein Problem darstellt, so die Autoren. Weitere Langzeitstudien erforderlich Die TIMET-Studie ergänzt eine wachsende Zahl von Belegen, die den Einsatz von zeitlich begrenzter Ernährung als praktische, kostengünstige Maßnahme zur Verbesserung der kardiometabolischen Gesundheit unterstützen. Allerdings, so die Forscher, seien weitere Langzeitstudien erforderlich, um festzustellen, ob die zeitlich eingeschränkte Ernährung diese Vorteile aufrechterhalten und letztlich das Risiko chronischer Krankheiten verringern kann. „Es besteht ein dringender Bedarf an wirksameren Behandlungsmöglichkeiten, die für den Durchschnittsamerikaner zugänglich, erschwinglich und nachhaltig sind“, betont Taub. „Unsere Forschung zeigt, dass Lebensstilmaßnahmen wie eine zeitlich begrenzte Ernährung einen bedeutenden Einfluss auf den Verlauf der allgemeinen Gesundheit eines Menschen haben können“, ergänzt er.
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