Metaboliten in Innenräumen als Schlüsselindikatoren für Asthma und allergische Rhinitis15. Januar 2024 Foto: Stocksnapper/stock.adobe.com Eine aktuelle Studie belegt die Rolle von Mikroorganismen und ihren Metaboliten in Innenräumen mit Blick auf Asthma und allergische Rhinitis (AR) und wirft neues Licht auf Faktoren, die diese Erkrankungen begünstigen. Die Studienautoren aus China und Malaysia wählte mit seinem Fokus auf Metaboliten und Chemikalien in Innenräumen einen neuen Ansatz. Unter Verwendung von Hochdurchsatz-Technologien verglich das Team die Zusammensetzung des Staubs in den Wohnungen von Kindern, bei denen Asthma, AR oder beide diagnostiziert wurde mit dem Zuhause von gesunden Kindern. Die Analyse deckte deutliche Unterschiede in den chemischen Profilen der beiden Gruppen auf. Haushalte mit kranken Kindern wiesen höhere Werte an Mykotoxinen und synthetischen Chemikalien wie Herbiziden, Insektiziden und Lebensmittel-/Kosmetikzusatzstoffen auf. Im Gegensatz dazu waren die Wohnungen gesunder Kinder mit nützlichen Umweltmikroben und Stoffwechselprodukten wie Ketosäuren, Indolen, Pyridinen und Flavonoiden (Astragalin und Hesperidin) angereichert. Auf der Grundlage dieser charakteristischen Metaboliten und Chemikalien entwickelten die Forschenden ein Modell, das die Prävalenz von Asthma und AR in einem unabhängigen Datensatz aus Malaysia genau vorhersagen konnte. Dies deutet den Autoren zufolge darauf hin, dass die Analyse von Staub auf seinen chemischen Fingerabdruck eine zuverlässigere und konsistentere Methode zur Bewertung des Umweltrisikos für diese Krankheiten sein könnte als die Analyse des komplexen und variablen Mikrobioms. Für die Autoren ebnen die Ergebnisse der Studie den Weg zu neuen Ansätzen zur Prävention und Behandlung von Asthma und AR bei Kindern. Durch die Untersuchung spezifischer Metaboliten im Hausstaub könnten möglicherweise Häuser mit ungesunden chemischen Profilen identifiziert und gezielte Maßnahmen ergriffen werden, so das Fazit der Studie. Dies könne die Förderung des Wachstums nützlicher Mikroben durch probiotische Sprays oder die Anpassung von Belüftungssystemen zur Verringerung der Toxinexposition beinhalten.
Mehr erfahren zu: "Jugendliche mit Hörschädigung: Gut hören für Gesundheit weniger entscheidend als Selbstwirksamkeit" Jugendliche mit Hörschädigung: Gut hören für Gesundheit weniger entscheidend als Selbstwirksamkeit Jugendliche mit Hörschädigung oder auditiver Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung (AVWS) haben keine größeren Gesundheitsbeeinträchtigungen aufgrund der Corana-Pandemie als ihre normal hörenden Altersgenossen.
Mehr erfahren zu: "Kopf-Hals-Lymphödeme: CLEAR-Studie untersucht roboterassistierte Rekonstruktion" Kopf-Hals-Lymphödeme: CLEAR-Studie untersucht roboterassistierte Rekonstruktion Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, untersucht in der CLEAR-Studie die roboterassistierte mikrochirurgische Behandlung von Kopf-Hals-Lymphödemen.
Mehr erfahren zu: "Chirurgen zwischen verschiedenen Kulturen und Ausbildungssystemen" Chirurgen zwischen verschiedenen Kulturen und Ausbildungssystemen In der DKOU-Session „Diversity matters” beschrieb ein junger Arzt aus Indien die Herausforderungen, die er als Assistenzarzt in Orthopädie und Unfallchirurgie ebenso wie viele andere Ärztinnen und Ärzte mit Migrationshintergrund […]