Metastasierter kastrationsresistenter Prostatakrebs: Pembrolizumab plus Olaparib ohne Erfolg13. November 2023 Symbolbild: tashatuvango – stock.adobe.com Kann Pembrolizumab plus Olaparib im Vergleich zu einem hormonellen Wirkstoff der nächsten Generation (NHA) das Überleben von Patienten mit stark vorbehandeltem, metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakrebs (mCRPC), die nicht anhand von Biomarkern selektiert wurden, signifikant verlängern? Nach der KEYLYNK-010-Studie müssen Erstautor Prof. Emmanuel S. Antonarakis vom Masonic Cancer Center in Delaware, USA, und seine Kollegen dies verneinen – sie wurde wegen Nutzlosigkeit abgebrochen. Für die Studie geeignet waren Patienten mit einem mCRPC, das unter oder nach Abirateron oder Enzalutamid (jedoch nicht beiden) und Docetaxel fortschritt. Die Teilnehmer wurden 2:1 für Pembrolizumab plus Olaparib (n=529) oder NHA (Abirateron oder Enzalutamid; n=264) randomisiert (30.05.2019–16.07.2021). Die beiden primären Endpunkte waren das radiologische progressionsfreie Überleben (rPFS; per verblindeter unabhängiger zentraler Überprüfung gemäß den von der Prostate Cancer Working Group modifizierten Response Evaluation Criteria in Solid Tumors, Version 1.1) und das Gesamtüberleben. Sekundäre Endpunkte waren die Zeit bis zur ersten Folgetherapie (TFST), die Sicherheit und die Gesamt-Ansprechrate. Bei der abschließenden rPFS-Analyse betrug das mediane rPFS 4,4 Monate (95%-KI 4,2–6,0) mit Pembrolizumab plus Olaparib und 4,2 Monate (95%-KI 4,0–6,1) mit NHA (HR 1,02; 95%-KI 0,82–1,25; p=0,55). Bei der finalen OS-Analyse berechneten die Autoren das mediane OS mit 15,8 Monaten (95 %-KI 14,6–17,0) bzw. 14,6 Monaten (95%-KI 12,6–17,3) (HR 0,94; 95%-KI 0,77–1,14; p=0,26). Die finale TFST-Analyse ergab eine mediane TFST von 7,2 Monaten (95%-KI 6,7–8,1) vs. 5,7 Monaten (95%-KI 5,0–7,1) (HR 0,86; 95%-KI 0,71–1,03). Allerdings war die ORR unter Pembrolizumab plus Olaparib höher als unter NHA (16,8% vs. 5,9 %). Behandlungsbedingte unerwünschte Ereignisse von Grad ≥3 dokumentierten die Autoren bei 34,6% bzw. 9,0% der Teilnehmer. (sf)
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