Migräne: Patienten kennen Trigger häufig nicht16. Dezember 2025 © Racle Fotodesign – stock.adobe.com (Symbolbild) Laut Umfrage unter 515 Migränepatienten fehlt es an Wissen über Auslöser und effektive Strategien im Umgang mit Triggerfaktoren. Forschende fordern, Lebensstilberatung stärker in die Behandlung zu integrieren. Lebensstiländerungen und der Umgang mit Triggerfaktoren der Migräne spielen eine entscheidende Rolle bei der Behandlung von Migräne. Ägyptische Forschende schlagen nun vor, die gezielte Auseinandersetzung mit diesen Parametern, aber auch entsprechende Bewältigungsstrategien zukünftig fest in die Migränebehandlung zu integrieren. Nur so könnten die Abhängigkeit von Medikamenten deutlich verringert und die klinischen Outcomes optimiert werden. Stress und Schlafprobleme als häufige Auslöser genannt Für ihre Querschnittsstudie werteten die Forschenden das Wissen von Migränepatienten über Auslöser, Strategien zum Umgang mit diesen Triggern und die entsprechende Beratung durch Ärzte zu diesen Themen aus. Im Rahmen einer Online-Umfrage wurden die einzelnen Punkte abgefragt. An der Befragung nahmen 515 Migränepatienten (mittleres Alter 31 Jahre) teil. Nur 43 Prozent waren der Meinung, dass sie über ausreichende Kenntnisse zu ihren Migräneauslösern verfügten. Als Trigger wurden am häufigsten Stress (93,4%) und Schlafprobleme (86,0%) genannt. Etwa 40 Prozent der Teilnehmer waren sich auch bestimmter Nahrungsmittelauslöser bewusst. Bewältigung durch Lebensstiländerung Während 63,1 Prozent der Probanden angaben, dass ihre Ärzte zu einer Änderung des Lebensstils geraten hatten, gaben nur 28,3 Prozent an, ihre Migräneauslöser aktiv zu bekämpfen. Der am häufigsten diskutierte Aspekt war die Verbesserung der Schlafhygiene (78,1%), gefolgt von Stressbewältigungstechniken (68,7%) und Ernährungsumstellungen (59,8%). Im Rahmen der Migränebehandlung gaben 54,0, 49,5 bzw. 34,0 Prozent an, einen regelmäßigen Schlafrhythmus einzuhalten, Stressbewältigungstechniken anzuwenden bzw. eine bestimmte Diät zu befolgen. Darüber hinaus führten nur 18 Prozent der Befragten ein detailliertes Migräne-Tagebuch, um ihre Trigger gezielt zu bestimmen und zu verfolgen. (je)
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