Mit dem Rollstuhl aufs Wasser – FH Kiel entwickelt mit Partnern Handicap-Boot15. Januar 2018 Sven Olaf Neumann (vorne im Bild) und Claus-Dieter Schulz vom Verbraucherschutzverein für ältere und behinderte Menschen Kiel freuen sich über ihr Handicap-Boot. (Foto: © Matthias Pilch/ FH Kiel) Studierende und Lehrende der Fachhochschule (FH) Kiel haben gemeinsam mit dem Verbraucherschutzverein für ältere und behinderte Menschen Kiel ein sogenanntes Handicap-Boot entwickelt. Auf den Katamaran können Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer über eine Rampe fahren und es autonom steuern. Wassersport zu betreiben, ist immer noch eine Herausforderung für Menschen mit körperlichen Einschränkungen, vor allem für Personen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Um ihnen die eigenständige Nutzung eines Bootes zu ermöglichen, haben mehrere Projektpartner ihre Kompetenzen gebündelt und das sogenannte Handicap-Boot entwickelt. Das Handicap-Boot ist ein ca. fünf Meter langer und zweieinhalb Meter breiter Katamaran mit geringem Tiefgang und hoher Stabilität. Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer können über eine Rampe auf das Boot gelangen und dieses mit Hilfe eines Elektroantriebes autonom nutzen. 2015 fertigten Studierende des Schiff-und Maschinenbaus sowie der Betriebswirtschaft erste Studien unter der Leitung der Professoren Sven Olaf Neumann (Fachbereich Maschinenwesen) und Hans Klaus (Fachbereich Wirtschaft) sowie von Dipl.-Ing. Claus-Dieter Schulz an. Schulz gehört dem Vorstand des Verbraucherschutzvereins für ältere und behinderte Menschen Kiel an und engagiert sich u.a. in der Sparte Handicap Tourismus. Von ihm und anderen Mitstreitern stammt die Anregung, ein Boot mit Wasserstrahlantrieb und Bugstrahlruder zu entwickeln. In die Entwicklung des Bootes waren Behinderte von Anfang an integriert, an der FH Kiel sind mittlerweile die vier Fachbereiche Maschinenbau, Informatik und Elektrotechnik, Wirtschaft und Medien beteiligt, erklärt Prof. Neumann. „Das Projekt Handicap-Boot steht für interdisziplinäres Arbeiten in Generationen überspannenden Teams, um integrative, nachhaltige Produkte zu entwickeln.“ Gebaut wurde das Handicap-Boot von der Yacht- und Bootswerft Rathje. Nach der erfolgten Wasserung wird der Katamaran an die FH Kiel gebracht. Dort werden Antrieb und Steuerung eingebaut. „Dieses Projekt hat Beispielcharakter für die Zusammenarbeit von Menschen mit und ohne Behinderung“, meint Raimund Stieler von der WTSH-Förderabteilung. „Die Stärkung der Teilhabe behinderter Menschen an Freizeitaktivitäten auf dem Wasser rückt immer mehr in den Vordergrund des Interesses für die wachsende Sparte Handicap-Tourismus. Auch vor diesem Hintergrund hält die WTSH das Vorhaben für förderfähig und gewährt einen Landeszuschuss in Höhe von knapp 62.000 Euro aus dem Förderprogramm ‚Anwendungsorientierte Forschung, Innovationen und Technologietransfer – FIT des Landesprogramms Wirtschaft‘.“ Die WTSH ist zentrale Bewilligungsstelle für die Förderprogramme im Bereich der betrieblichen Innovations- und Außenwirtschaftsförderung des Landesprogramms Wirtschaft (LPW).
Mehr erfahren zu: "Kindern mit Muskelkrebs könnte eine schmerzhafte Untersuchung erspart bleiben" Kindern mit Muskelkrebs könnte eine schmerzhafte Untersuchung erspart bleiben Ein PET-Scan erkennt bei Menschen mit Rhabdomyosarkom einen Befall des Knochenmarks mindestens so zuverlässig wie die bisher übliche Knochenmarkpunktion. Das zeigt eine Studie der Universitätsmedizin Halle mit einem internationalen Forschungsteam.
Mehr erfahren zu: "Einsatz von Clowns in der Medizin erleichtert die Versorgung von Kindern und Jugendlichen rund um die OP" Einsatz von Clowns in der Medizin erleichtert die Versorgung von Kindern und Jugendlichen rund um die OP Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendchirurgie (DGKJCH) setzt sich für eine altersentsprechende Umgebung in Kliniken und rund um eine OP ein. Aus Sicht der chirurgischen Fachgesellschaft spielen hierbei Clowns […]
Mehr erfahren zu: "Osteosarkom: Aufhebung der Immunbremse verbessert CAR-T-Zell-Therapie" Osteosarkom: Aufhebung der Immunbremse verbessert CAR-T-Zell-Therapie Wissenschaftler des St. Jude Children’s Research Hospital in Memphis (USA) haben entdeckt, dass die Entfernung des Gens für Regnase-1 aus gentechnisch veränderten Immunzellen deren Wirksamkeit bei der Behandlung rezidivierter Osteosarkome […]