Mit intravenösem Vitamin C gegen Blasenkrebs14. August 2024 Symbolbild: luchschenF – stock.adobe.com US-Forscher wollen in einer Phase-II-Studie die intravenöse Verabreichung von hochdosiertem Vitamin C zur Behandlung von muskelinvasivem Blasenkrebs testen. Gesucht wird eine neoadjuvante Alternative für Patienten, die Cisplatin nicht vertragen. Eine Cisplatin-basierte Chemotherapie vor der Operation ist die Standardbehandlung für die meisten Blasenkrebsarten. Mehr als die Hälfte der Patienten mit muskelinvasivem Blasenkrebs kann diese Behandlung jedoch aufgrund zugrunde liegender gesundheitlicher Probleme nicht erhalten. Um diese Behandlungslücke zu schließen, starten Forscher eine klinische Studie der Phase II, in der eine innovative Kombinationstherapie untersucht wird: hochdosiertes intravenöses Vitamin C zusammen mit den Chemotherapien Gemcitabin und Carboplatin. Die Ergebnisse ihrer Phase-I-Studie zeigten, dass diese Kombination die Tumorgröße bei bis zu einem Drittel der Patienten vor der Operation schrumpfen ließ. Darüber hinaus war diese Therapie gut verträglich, hatte nur wenige Nebenwirkungen und die Patienten behielten während der gesamten Behandlung ihre Lebensqualität. Studienleiter ist John Taylor, III, Professor in der Abteilung für urologische Chirurgie und Krebsbiologie und Co-Leiter des Forschungsprogramms für Arzneimittelentdeckung, -verabreichung und experimentelle Therapien am Krebszentrum der University of Kansas (KU Cancer Center, USA). „Intravenöses Vitamin C erreicht deutlich höhere Konzentrationen im Blut als die orale Einnahme“, erklärt Taylor. „Durch die intravenöse Verabreichung können wir supratherapeutische Konzentrationen erreichen, bei denen Vitamin C für Krebszellen toxisch sein kann.“ „Vitamin C ist eine vergleichsweise kostengünstige und leicht verfügbare Therapie“, so Taylor weiter. „Für Menschen, die für die Standard-Chemotherapie nicht in Frage kommen, hat dieser neue Ansatz das Potenzial, die Praxis zu verändern.“ Die Phase-I-Studie wurde am KU Cancer Center durchgeführt. Die Phase-II-Studie findet sowohl am KU Cancer Center als auch am University of Iowa Holden Comprehensive Cancer Center statt. „Die Forscher am University of Iowa Holden Comprehensive Cancer Center sind ausgewiesene Experten für Vitamin C und damit der perfekte Partner für Phase II der Studie“, betont Taylor. „Dies ist eine echte Zusammenarbeit, die nur an großen akademischen medizinischen Zentren wie unserem möglich ist.“ Die Teilnehmerrekrutierung soll Ende 2024 beginnen. Das US-Verteidigungsministerium fördert die Studie mit 3,6 Millionen US-Dollar. (KU Cancer Center / ms)
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