Mit Tieren in Beratung, Betreuung und Therapie arbeiten6. Mai 2026 Positiver Einfluss auf Menschen: Auch Schafe können bei tiergestützten Dienstleistungen eingesetzt werden. Foto: © Katharina Ameli Die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) bietet seit zehn Jahren den Zertifikatskurs „Tiergestützte Dienstleistungen“ an. Bewerbungen für die berufsbegleitende Weiterbildung sind noch bis zum 31. Mai 2026 möglich. Wer Tiere im pädagogischen, sozialen, medizinischen oder therapeutischen Arbeitsfeld professionell einsetzen möchte, benötigt dafür theoretische, methodische und praktische Kenntnisse. Diese Qualifikationen vermittelt die berufsbegleitende wissenschaftliche Weiterbildung „Tiergestützte Dienstleistungen“ an der JLU. Der nächste Zertifikatskurs startet im Oktober 2026. Interdisziplinäre Ausrichtung Die Weiterbildung ist interdisziplinär ausgerichtet und in universitäre Strukturen eingegliedert. Der Kurs beleuchtet pädagogische, rechtliche, tiermedizinische, biologische, soziologische und philosophische Perspektiven, um ein ganzheitliches Bild im Theorie-Praxis-Transfer zu schaffen. Prägend ist hier die enge und langjährige Zusammenarbeit zwischen dem Fachbereich Veterinärmedizin und dem Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften der JLU, die verschiedene Fachdisziplinen zusammenbringt. So werden beispielsweise neben den positiven Wirkfaktoren von Tieren auf Menschen auch kritische Sichtweisen auf den Einsatz von Tieren in tiergestützten Settings sowie tierschutzrelevante Aspekte einbezogen. Fachkraft für tiergestützte Dienstleistungen Im Kurs wechseln sich Präsenzphasen mit Online-Selbstlernphasen ab, außerdem wird ein Praktikum absolviert. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekommen nach dem erfolgreichen Abschluss ein Hochschulzertifikat als „Fachkraft für tiergestützte Dienstleistungen mit dem Schwerpunkt tiergestützte Pädagogik, Therapie und Fördermaßnahmen“, das von der Agentur für Qualitätssicherung durch Akkreditierung von Studiengängen e.V. (AQUAS) zertifiziert ist. Sie sind damit als professionell ausgebildete und eigenständige Anbieter qualifiziert, die Tiere in der Betreuung, Unterstützung, Förderung, Bildung oder Beratung einsetzen können. Damit steht ihnen ein vielfältiges Berufsfeld offen. Tiergestützte Dienstleistungen werden im Gesundheitsbereich in der Altenpflege, in Hospizen und in Krankenhäusern, aber auch in Bildungsinstitutionen wie Kindergärten und Schulen angeboten.Die vermittelten Inhalte und Kompetenzen bewegen sich gemäß dem Europäischen Qualifikationsrahmen auf der Masterstufe (EQR7). Dies ist deutschlandweit für tiergestützte Weiterbildungen einmalig. Der Zertifikatskurs ist von der Hessischen Lehrkräfteakademie als Fortbildung akkreditiert. Weitere Informationen: Zertifikatskurs “Tiergestützte Dienstleistungen” — Professur für Versuchstierkunde und Tierschutz
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