Mitteldeutsches Krebszentrum Leipzig/Jena weiterhin Spitzenzentrum

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Die Krebsmedizin auf Spitzenniveau für Patienten in Mitteldeutschland ist weiterhin gesichert: Nach einer positiven Begutachtung durch ein internationales Expertengremium erhält das Mitteldeutsche Krebs­zentrum eine erneute Förderung als onkologisches Spitzenzentrum.

Die Deutsche Krebshilfe stellt dafür 4,8 Mio. Euro für die kommenden 4 Jahre bereit. Das Mitteldeutsche Krebszentrum (Comprehensive Cancer Center Central Germany, CCCG) wird vom Universitären Krebs­zentrum des Universitätsklinikums Leipzig (UCCL) und dem UniversitätsTumorCentrum am Universitätsklinikum Jena (UTC) getragen.

Unter seinem Dach arbeiten seit 2019 die Univer­sitätsklinika Leipzig und Jena sowie die medizinischen Fakultäten der beiden Standorte gemeinsam mit Partnern des regionalen Netzwerks an der Prävention, Diagnostik, Behandlung, Nachsorge und Erforschung von Krebserkrankungen. Insgesamt unterstützt die Deutsche Krebshilfe derzeit bundesweit 14 onkologische Spitzenzentren (Comprehensive Cancer Centers bzw. CCCs). Das Mitteldeutsche Krebszentrum gehört seit 2023 dazu. Es ist dabei das erste bundeslandübergreife Zentrum für exzellente Krebsmedizin.

„Dass wir auch für die kommenden Jahre weiterhin eine Förderung als onkologisches Spitzenzentrum erhalten, ist für uns die höchste Anerkennung unserer Arbeit“, freut sich Prof. Florian Lordick, Direktor des Universitären Krebszentrums am Uniklinikum Leipzig und Vorstand des CCCG. „Es zeigt auch, dass wir mit unserem Entwicklungsschwerpunkt der letzten Jahre in der Krebsprävention und der Cancer Survivorship – also der wissenschaftlichen Begleitung und klinischen Betreuung von Krebsüberlebenden – einen wichtigen Beitrag zur Krebsmedizin insgesamt leisten können.“

Und Prof. Andreas Hochhaus, ­Sprecher des UniversitätsTumorcentrums am Uniklinkum Jena und Vorstand des CCCG, betont: „Wir freuen uns sehr, dass wir erneut erfolgreich waren und weiterhin im Förderprogramm der Deutschen Krebshilfe berücksichtigt werden. Damit kann u. a. einer unserer aktuellen Meilensteine, mittels personalisierter Onkologie Patienten die bestmögliche und v. a. eine maßgeschneiderte Behandlung anbieten zu können, die durch Forschung und Innovation ständig auf dem neuesten Wissensstand ist, maßgeblich vorangetrieben werden.“

Mehr als 24.000 Patienten pro Jahr

Als onkologisches Spitzenzentrum kooperiert das Krebszentrum eng mit Krankenhäusern der Region, niedergelassenen Ärzten und Reha-Einrichtungen, um übergreifende Versorgungsstrukturen und -abläufe sicherzustellen und gemeinsam weiterzuentwickeln. Inzwischen gehören mehr als 140 Kooperationspartner in der Region Mitteldeutschland zum Konsortium des CCCG, darunter Vertreter aller Versorgungs­stufen. Über Patientenbeiräte und Kooperationen mit Selbsthilfegruppen sind auch Betroffene und Angehörige direkt in die Arbeit des Krebszentrums eingebunden und bringen ihre Perspektive in die Bewertung und Entwicklung von Angeboten und Verfahren ein.

Pro Jahr behandelt und berät das Exzellenzzentrum an den beiden Standorten in Leipzig und Jena mehr als 24.000 Patienten mit Krebserkrankungen. Ihnen stehen neben dem Zugang zu mehr als 600 laufenden klinischen Studien in der Krebsmedizin auch hochmoderne Verfahren der individualisierten Therapie und Diagnostik zur Verfügung. Das umfasst in bestimmten Fällen auch die Diagnostik und Behandlungsplanung im molekularen Tumorboard.

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