Onkologisches Spitzenzentrum: NCT Heidelberg und Mannheim Cancer Center gemeinsam gefördert

Bild: ©alphaspirit – stock.adobe.com

Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg und das Mannheim Cancer Center (MCC) werden erstmals gemeinsam als Onkologisches Spitzenzentrum gefördert. Die Deutsche Krebshilfe stellt für vier Jahre 4,8 Mio. Euro für das neue Konsortium bereit.

Das NCT Heidelberg und das MCC bilden ein CCC-Konsortium (Comprehensive Cancer Center, CCC) und haben erstmals die internationale Begutachtung erfolgreich durchlaufen. Das Konsortium möchte neben der optimalen onkologischen Versorgung seiner Patienten innovative Entwicklungen in der Krebsmedizin möglichst schnell in der Region verfügbar machen. Deshalb werden klinische Studien eine herausragende Rolle im Konsortium einnehmen. Das CCC-Konsortium Heidelberg-Mannheim wird dafür von der Deutschen Krebshilfe für den Zeitraum von vier Jahren als Onkologisches Spitzenzentrum mit 4,8 Mio. Euro gefördert.

Das NCT Heidelberg ist damit seit 2007 durchgehend als Onkologisches Spitzenzentrum anerkannt und gefördert. Das Mannheim Cancer Center ist seit 2011 als Onkologisches Zentrum von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert und erhält nun erstmalig die Anerkennung als Onkologisches Spitzenzentrum.

Partner im CCC-Konsortium Heidelberg-Mannheim sind das Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD), die Thoraxklinik Heidelberg, die Medizinischen Fakultäten Heidelberg und Mannheim der Universität Heidelberg, die Universitätsmedizin Mannheim (UMM) und das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ). Das CCC-Konsortium Heidelberg-Mannheim ist ein wichtiger Schritt in der erfolgreichen Zusammenarbeit im Klinikverbund Heidelberg und Mannheim.

Als Studienstandort attraktiver werden

„Wir freuen uns, das Onkologische Spitzenzentrum mit Mannheim zu erweitern“, unterstreicht Prof. Dirk Jäger, Ärztlicher Direktor der Klinik für Medizinische Onkologie am UKHD, Geschäftsführender Direktor des NCT Heidelberg und Sprecher des CCC-Konsortiums Heidelberg-Mannheim. „Der Zusammenschluss zum CCC-Konsortium Heidelberg-Mannheim eröffnet die Perspektive, vor allem die klinische Forschung zu stärken, als Studienstandort attraktiver zu werden und noch mehr Patientinnen und Patienten die Möglichkeit zu bieten, von innovativer Forschung zu profitieren.“

Und Prof. Wolf–Karsten Hofmann, Direktor der Klinik für Hämatologie und Onkologie der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) und Vorstandsvorsitzender des Mannheim Cancer Centers, erklärt dazu: „Die erstmalige Anerkennung als Onkologisches Spitzenzentrum für das CCC-Konsortium Heidelberg-Mannheim zeigt, dass wir an beiden Standorten onkologische Medizin auf höchstem Niveau betreiben. Im Verbund wachsen die Universitätsklinika Heidelberg und Mannheim immer enger zusammen und wir werden uns als Comprehensive Cancer Center gemeinsam weiterentwickeln.“

Das CCC-Konsortium Heidelberg-Mannheim wird daran arbeiten, die klinische Forschung gemeinsam voranzubringen, noch mehr innovative Ansätze in klinische Studien einzubringen und die klinische Entwicklung dieser Ansätze rascher voranzutreiben. Mit dem Zusammenschluss werden die beiden Standorte dabei attraktiver für Industriepartner. Das Konsortium wird die Vernetzung mit medizinischen Einrichtungen und Ärzten der Region verstärken und dadurch allen Patienten der Region den Zugang zur Spitzenmedizin ermöglichen.

Mehr zum Thema:

Deutsche Krebshilfe: Weitere 35,4 Millionen Euro für Comprehensive Cancer Center

Teilen:
Quellen Gemeinsame Pressemitteilung von NCT Heidelberg und Universitätsmedizin Mannheim, 05.08.2026