Mittelfristige onkologische Ergebnisse der partiellen Nephrektomie: Vergleich mit Kryoablation bei Nierentumoren über drei Zentimeter25. Juli 2025 Symbolbild Nierenchirurgie. (Abbildung: © shidlovski/stock.adobe.com) Die Kryoablation (CA) ist bei Nierentumoren mit einer Größe über 3 cm mit einem niedrigeren krankheitsfreien Überleben (DFS), aber einem ähnlichen metastasenfreien Überleben (MFS) und krebsspezifischen Überleben (CSS) wie bei der partiellen Nephrektomie (PN) verbunden. Das hat ein Forscherteam um den Erstautor Nicholas A. Pickersgill von der Washington University School of Medicine in St. Louis (MO, USA) festgestellt. CA könne eine praktikable Option für sorgfältig ausgewählte Patienten mit Komorbiditäten oder hohem Operationsrisiko sein. CA und PN sind effektive nephronerhaltende Behandlungen kleiner Nierentumoren. Während US-Leitlinien die thermische Ablation als Option für Tumoren unter 3 cm nennen, liegen nur begrenzte Daten zum Vergleich von PN und CA bei größeren Tumoren vor. Daher verglichen die Wissenschaftler die mittelfristigen onkologischen Ergebnisse von PN und CA bei Nierentumoren über 3 cm. Vergleich von Daten zu 170 Patienten Die Forscher identifizierten Patienten, die zwischen 2006 und 2016 mit PN oder CA wegen Nierentumoren mit einer Größe über 3 cm des Stadiums cT1/cT2N0M0 behandelt wurden. Basierend auf Alter, Body-Mass-Index, Charlson-Komorbiditätsindex, Tumorgröße und Nephrometrie-Score führten die Wissenschaftler ein Propensity-Score-Matching im Verhältnis 1:2 für Patienten mit CA oder PN durch. DFS, MFS, CSS und OS schätzten die Forscher mittels Kaplan-Meier-Analyse. Insgesamt unterzogen sich 113 beziehungsweise 57 Patienten einer PN beziehungsweise einer CA mit einer medianen Nachbeobachtungszeit von 4,5 beziehungsweise 3,8 Jahren. Die CA war im Vergleich zur PN mit einem signifikant niedrigeren Fünf-Jahres-DFS verbunden (75 % vs. 94 %; p<0,001). Lokale Rezidive traten nach CA häufiger auf als nach PN (5,3 % vs. 1,8 %). Bei 32 Prozent der CA-Fälle traten technische Fehler auf. Es zeigten sich jedoch keine signifikanten Unterschiede im Fünf-Jahres-MFS (100 % bei CA vs. 96 % bei PN; p=0,2) oder -CSS (100 % bei CA vs. 98 % bei PN; p=0,4). (ri)
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