Modernste Technik für krebskranke Kinder20. Dezember 2022 Mithilfe einer Puppe erklärt Prof. Holger Lode, Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Funktionsweise und Vorteile des neuen SPECT CT. (Foto: Unimedizin Greifswald) Für Untersuchungen krebskranker Kinder hat das Universitätsklinikum Greifswald ein SPECT CT-Gerät in Betrieb genommen. Da die Partnereinrichtung der Universitätsmedizin im polnischen Stettin ebenfalls ein solches Gerät erhalten hat, können Ärzte auf beiden Seiten der Grenze bei der Diagnose und für Therapieansätze auf gut vergleichbare Bilder zurückgreifen. Die SPECT CT, die zum großen Teil von der Europäischen Union finanziert wurden, sollen die Diagnose- und Therapiemöglichkeiten krebskranker Kinder weiter verbessern, da sie noch genauere nuklearmedizinische Untersuchung ermöglichen. Diese ist für besondere Behandlungsangebote wie die Radioisotopentherapie erforderlich. Die mit dem SPECT CT erstellten Bilder fließen in gemeinsame, grenzüberschreitende Fallbesprechungen zwischen den Partnereinrichtungen in Stettin, Krakau und Greifswald ein. An diesen können auch die Familien der an Krebs erkrankten Kinder teilnehmen. Solche grenzübergreifenden Besprechungen organisieren die Partner bereits seit gut anderthalb Jahren. Der Ausbau dieses telemedizinischen Netzwerks ist Teil der deutsch-polnischen Kooperation Temicare. Das neue SPECT CT und das für den Betrieb notwendige Heißlabor kosten zusammen rund 855.000 Euro. Davon zahlte die Europäische Union 85 Prozent aus dem Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). Gefördert wird das Kooperationsprogramm Interreg V A, in dem Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg mit den Partnern in Polen zusammenarbeiten. Das Finanzministerium MV hat etwas mehr als 1,1 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um insbesondere Baukosten zu übernehmen. Im Projekt Temicare wurden bereits zahlreiche gemeinsame telemedizinische Weiterbildungsangebote für medizinisches Personal durchgeführt. Diese werden nun auf den Bereich SPECT-CT erweitert: Erst im Oktober waren ein Strahlenphysiker und ein Arzt aus der Radiologie der Greifswalder Unimedizin für eine Woche in Stettin, um dort Einblicke in die Arbeit mit einem solchen Gerät zu gewinnen.
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