Nebenwirkungen von Tierarzneimitteln: Meldungen künftig über die TiHo möglich12. September 2025 (Symbolbild) Foto: © Supitnan – stock.adobe.com Die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) ruft in Kooperation mit dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) unter der Leitung von Dr. Jessica Meißner ein Pharmakovigilanz-Zentrum ins Leben. Die Einrichtung nimmt Meldungen zu Nebenwirkungen entgegen und trägt so zur Sicherheit von Tierarzneimitteln bei. Übelkeit, Gelenkschmerzen oder Hautausschlag – solche Symptome können als Nebenwirkungen nach der Gabe von Tierarzneimitteln auch bei Tieren auftreten. Oder die erhoffte Wirkung eines Medikamentes bleibt aus. Diese sogenannten unerwünschten Ereignisse (UE) können Tierärztinnen und Tierärzte, Tiermedizinische Fachangestellte, Tierhalter und Tierhalterinnen sowie Tiermedizinstudierende künftig über das Pharmakovigilanz-Zentrum der TiHo melden. Die TiHo nimmt die Meldungen auf und leitet sie gebündelt an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) weiter. Angesiedelt ist das Pharmakovigilanz-Zentrum am Institut für Pharmakologie, Toxikologie und Pharmazie der TiHo. Die Meldungen über die TiHo sind per E-Mail, telefonisch oder über ein Online-Formular möglich: E-Mail: [email protected] Tel.: +49 511 953 8721 www.tiho-hannover.de/pharmakovigilanz Direkte Meldungen an das BVL sind ebenfalls möglich: www.vet-uaw.de Pharmakovigilanz Pharmakovigilanz bedeutet, Medikamente auch nach der Zulassung im Blick zu behalten. Fachleute sammeln und analysieren Meldungen über unerwünschte Ereignisse, und gewährleisten so die Sicherheit von Tierarzneimitteln in der Zeit nach der Zulassung. So lässt sich früh erkennen, ob ein Medikament Risiken birgt und ob Maßnahmen ergriffen werden müssen, um das Risiko zu minimieren. Das Ziel sind qualitativ hochwertige Arzneimittel, die sicher und wirksam sind. Zusätzlich zu der Wirkung auf das Tier umfasst Pharmakovigilanz in der Tiermedizin auch die Reaktionen beim Menschen, nachdem sie einem Tierarzneimittel ausgesetzt waren – etwa, wenn jemand bei der Behandlung eines Tieres mit einem Tierarzneimittel in Kontakt gekommen ist. Ein unerwünschtes Ereignis beschreibt unter anderem eine: Klassische Nebenwirkung Mangelnde/fehlende Wirkung Schädliche Reaktion beim Menschen Nicht ausreichende Wartezeit Unerwünschtes Ereignis beim Tier nach der Anwendung von Humanpräparaten Ökotoxizität
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