Nephrologie: Dr. Martini-Preis 2026 geht an UKE-Forscherin13. Februar 2026 Dr. Felicitas Hengel (2.v.r.) mit den Spendern des diesjährigen Preisgeldes Eva-Maria und Wolfgang Peter Greve (l.) und Prof. Samuel M. Huber, Vorsitzender des Kuratoriums der Dr. Martini-Stiftung (r.). Quelle: Axel Kirchhof. Copyright: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) Der älteste Medizinpreis Deutschlands ist erstmals seit 14 Jahren wieder nur an eine Wissenschaftlerin verliehen worden: Der mit 15.000 Euro dotierte Dr. Martini-Preis ging an Dr. Felicitas Hengel vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Die Auszeichnung erhielt Hengel für ihre Forschungsarbeit zur Anti-Nephrin-vermittelten Podozytopathie. „Mit ihrer Arbeit trägt Dr. Felicitas Hengel zu einem neuen Verständnis der Ursache dieser Autoimmunerkrankung der Niere bei. Sie ebnet den Weg für eine präzisere Diagnostik, eine genauere Prognose und die Entwicklung neuer, ursachengerechter Therapien für betroffene Patient:innen in der Zukunft. Zugleich zeigt ihre Forschung beispielhaft, wie Erkenntnisse aus dem Labor gezielt in die medizinische Versorgung von Patient:innen gelangen können“, kommentiert UKE-Vorstandsmitglied Prof. Blanche Schwappach-Pignataro. „Der Preis zeichnet wissenschaftliche Arbeiten aus, die neue Antworten auf aktuelle medizinische Fragestellungen liefern und die Versorgung von Patient:innen nachhaltig verbessern“, ergänzt Prof. Samuel M. Huber, Vorsitzender des Kuratoriums der Dr. Martini-Stiftung. Forschungsarbeit zur Podozytopathie Die Anti-Nephrin-vermittelte Podozytopathie ist eine Autoimmunerkrankung der Niere, die die Minimal-Change-Erkrankung, die primären fokal-segmentalen Glomerulosklerose bei Erwachsenen und das Idiopathische Nephrotische Syndrom bei Kindern umfasst, informiert das UKE in der Pressemitteilung. Bislang war die Ursache dieser Erkrankungen weitestgehend unbekannt und die Klassifikation erfolgte mit Hilfe von deskriptiven histopathologischen Nierenuntersuchung ohne Einteilung nach den eigentlichen Erkrankungsursachen. Die Preisträgerin entwickelte nun unter anderem ein neues Testverfahren zur verlässlichen Quantifizierung von Anti-Nephrin-Autoantikörpern und konnte so die Anti-Nephrin-Autoantikörper als Auslöser der Erkrankung nachweisen, heißt es weiter. Hintergrund zum Dr. Martini-Preis Der Dr. Martini-Preis ist der älteste Medizinpreis Deutschlands und wurde bereits im Jahr 1880 von Hamburger Kaufleuten gestiftet. Er wird jährlich an hervorragende Wissenschaftler in frühen Karrierephasen verliehen, die in Hamburger Krankenhäusern tätig sind.
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