Nephrometriesysteme bei robotergestützter partieller Nephrektomie: RPN-Score zeigt gute Ergebnisse

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Australische Wissenschaftler haben drei gängige Nephrometriesysteme einer kritischen Bewertung unterzogen. Dies erfolgte hinsichtlich ihrer Einstufung der Tumorkomplexität für die Operationsplanung bei der robotergestützten partiellen Nephrektomie (RAPN).

Beim Vergleich der statistischen Validität, methodischen Stringenz und Vorhersageleistung gab es einen klaren Favoriten. Gegenstand der Untersuchung waren die drei Nephrometriesysteme R.E.N.A.L. (Radius, Exophytisch/Endophytisch, Nähe des Tumors zum Sammelsystem oder Sinus, Anterior/Posterior, Lage relativ zu den Polarlinien), PADUA (präoperative Aspekte und Maße für eine anatomische Klassifizierung) und RPN (Radius, Position, Invasion des Sinus).

Laut dem Gesamtergebnis spricht die derzeitige Evidenz nicht für die weitere Verwendung der R.E.N.A.L.- und PADUA-Scores als validierte Instrumente im Rahmen der RAPN. Der RPN-Score stellt laut den Forschern mit seiner statistisch validierten, anatomiebasierten Methodik und seiner Ausrichtung auf den chirurgischen Schwierigkeitsgrad eine wissenschaftlich überlegene und klinisch praktikable Alternative zur Standardisierung der Tumorkomplexität im Rahmen der RAPN dar.

Die Studie ist in der Fachzeitschrift „Journal of Endourology“ veröffentlicht.

Perioperative Ergebnisse im Fokus

Im Rahmen einer strukturierten Synthese der veröffentlichten Evidenz identifizierten die Wissenschaftler große multizentrische Studienreihen, prospektive Kohortenstudien und Metaanalysen aus den Jahren 2009–2025. Darin bewerteten sie die Vorhersagegenauigkeit, das methodische Design und die klinische Relevanz dieser Systeme. Zu den wichtigsten Bewertungsbereichen zählten die statistische Validierung, die Auswahl anatomischer Parameter und die Korrelation mit dem vom Chirurgen wahrgenommenen Schwierigkeitsgrad bei der RAPN.

Die Autoren entwickelten den R.E.N.A.L.- und den PADUA-Score. Dazu verwendeten sie empirisch ausgewählte Parameter. Und sie validiert sie in der Vergangenheit anhand ihrer Korrelation mit perioperativen Ergebnissen validiert. Solche Korrelationen seien bei RAPN inkonsistent und oft klinisch irrelevant. Das zeigt laut den Autoren die Literatur. Im Gegensatz dazu entwickelten die Wissenschaftler den RPN-Score. Dabei verwendeten sie einen statistisch modellierten Ansatz. Dieser spiegelt den tatsächlichen chirurgischen Schwierigkeitsgrad von RAPN wider, wie er von erfahrenen Roboterchirurgen wahrgenommen wird.

(ri/ms)