Nervenschmerzen nach Unfällen erforschen und behandeln

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Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) fördert am BG Universitätsklinikum Bergmannsheil eine neue W1-Stiftungsprofessur für Neuronale Regenerationsforschung. Auf die Professur berufen wurde Dr. Elena Enax-Krumova, Mitarbeiterin der Neurologischen Universitätsklinik und Poliklinik der Ruhr-Universität Bochum.

Die Professur wird für bis zu sechs Jahre mit einer Fördersumme von 630.000 Euro von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) finanziert. Enax-Krumova will im Rahmen dieser Juniorprofessur innovative klinische Rehabilitationsverfahren nach Nervenverletzungen entwickeln und erproben.

Andauernde Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit

„Nervenverletzungen nach Unfällen können bei Betroffenen zu Lähmungen und Gefühlsstörungen und lang andauernder Beeinträchtigung im Arbeits- und Privatleben führen“, sagte Prof. Martin Tegenthoff, Direktor der Neurologischen Universitätsklinik und Poliklinik der RUB. „Wir haben erheblichen Bedarf an neuen und wirksamen Behandlungskonzepten für diese Menschen, deshalb freuen wir uns sehr, dass wir unsere Forschung dank der Unterstützung der DGUV mit der Stiftungsprofessur für Frau Dr. Enax-Krumova erheblich intensivieren können.“

Prof. Martin Tegenthoff und Jun.-Prof. Dr. Elena Enax-Krumova (Foto: Volker Daum/Bergmannsheil)

Selbst nach korrekter leitliniengerechter Behandlung leiden rund 30 Prozent der Patienten mit peripheren Nervenverletzungen dauerhaft an den neurologischen Ausfällen und zusätzlichen Nervenschmerzen, also neuropathischen Schmerzen. Trotzdem ist bislang kaum erforscht, wie man die Regeneration von beeinträchtigten peripheren Nerven optimieren kann.

Den Heilungsverlauf verbessern

Ein erster Forschungsschwerpunkt im Rahmen der Juniorprofessur ist, ein standardisiertes Monitoring für Patienten mit Nervenverletzungen zu entwickeln und zu etablieren. Damit sollen Regenerationsprozesse in Abhängigkeit vom primären Verletzungsmuster erfasst und Gruppen von Patienten identifiziert werden, die einen schweren Krankheitsverlauf und eine verzögerte Heilung aufweisen beziehungsweise neuropathische Schmerzsyndrome entwickeln. Hierzu ist eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den operativen Disziplinen im Bergmannsheil (Unfallchirurgie, Plastische Chirurgie und Handchirurgie) geplant, die die Primärversorgung von Verletzen leisten. Insbesondere ist eine Zusammenarbeit zwischen der Neurologie und der Schmerzmedizin vorgesehen.

Ziel dabei ist es, gezielte therapeutische Strategien und Interventionen ableiten zu können, um die neurale Regeneration zu verbessern. Dabei geht es insbesondere auch um die Funktion der myelinisierten Fasern, die nach heutigem Wissensstand schlechter regenerieren. Ein weiterer Ansatz wird die Entwicklung pharmakologischer und nicht pharmakologischer individualisierter Therapiestrategien sein. Damit soll der Heilungsverlauf für die als Risikopatienten identifizierten Personen frühzeitig unterstützt und verbessert werden.

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Quellen Klinikum der Ruhr-Universität Bochum - Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil GmbH